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Die Serie zum Buch-Teil 16

Die Serie zum Buch-Teil 16

Zucker macht krank, Zuckerkrankheit, HFCS (High Fruktose Corn Sirup) „ektopisches“ Fett, Blutzuckerspiegel, Zuckerfalle, Zuckerloch, Glucose, Dr. Bruker, Dr. Lustig natürlich schlank, Wohlfühl-Gewicht

Das weiße Gift

Kommen wir nun zum Publikumsliebling Zucker, den verhängnisvollsten aller Zusatzstoffe. Für die Nahrungsmittelkonzerne ist er der wichtigste aller industriell produzierten Geschmacksstoffe, denn damit können sie billig ihre Ware aufpeppen. Sie sehen ihn längst nicht mehr als eine Zutat, sondern einen „Grundbaustein“.

Viele Nahrungsmittel könnten ohne Zucker gar nicht existieren oder würden so grausig schmecken, dass wir sie niemals anrühren würden.



Kalorien sind NICHT die Übeltäter!

Bist du auf mein Buch neugierig geworden?

Würdest du es haben oder vielleicht verschenken wollen?

Das würde mich natürlich sehr stolz machen.

 

September 2022:

Nun ist mein Buch fertig und in allen Buchhandlungen bzw. Online-Shops bestellbar. Schneller gehts direkt bei shop.tredition.com

 

Die Softcover-ISBN lautet: 978-3-347-69844-4

Das Taschenbuch kostet 15,99€.

 

 

Du kannst es auch versandkostenfrei bestellen unter dem Kontaktformular:


Im aktuellen Blog-Artikel (Teil 16) geht es um:

 

Zucker

Ist dir schon mal aufgefallen, dass wir das Wort Zuckerkrankheit kaum noch benutzen?

Wie gebildet wir doch sind, dass wir alle den Fachausdruck Diabetes kennen. Die Medien sind ja stets bemüht, uns aufzuklären.

Aber vielleicht liegt es einfach daran, dass das Wort „Zuckerkrankheit“ bereits darauf hinweist, wer sie verursacht? So mancher sieht es eben nicht gerne, wenn ein derart gewinnbringendes Produkt ständig „schlecht gemacht“ wird.

 

Bevor ich nun damit anfange, den Zucker schlechtzumachen, möchte ich ein paar wichtige Begriffe erklären: Unter Fabrikzucker versteht man alle industriell hergestellten Zuckerarten: Weißer Zucker, brauner Zucker, Rohrzucker, Fruchtzucker, Traubenzucker, Milchzucker, Malzzucker, usw.

 

Eigentlich klingen diese Namen ja ganz nett, doch dies sind rein chemische Bezeichnungen für verschiedene Zuckerarten.

Der Rohrzucker ist nicht unbedingt aus Zuckerrohr hergestellt, er kann genauso gut aus der Zuckerrübe stammen. Der Traubenzucker muss nicht aus der Traube kommen oder der Milchzucker aus der Milch.

 

Unseren „Haushaltszucker“ (Kristall-, Rohrzucker) nennt man in der Fachwelt Saccharose. Darauf werde ich mich zunächst konzentrieren, denn im Volksmund ist es gebräuchlich, Zucker zu sagen und Saccharose damit zu meinen.

Saccharose ist aus zwei einfachen Zuckerarten, dem Traubenzucker (Glucose) und dem Fruchtzucker (Fruktose) zusammengesetzt. Es ist wichtig zu verstehen, dass der Haushaltszucker nicht aus einem Zuckerbaustein besteht, sondern aus zwei verschiedenen.

 

Alle Einfachzucker sind kleine Bausteine der Kohlenhydrate, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen. Auch komplexere Kohlenhydrate sind aus Einfachzuckern aufgebaut, wie zum Beispiel Stärke, die aus tausenden aneinandergereihten Glucosemolekülen besteht.

 

Die Begriffe Traubenzucker und Fruchtzucker sind sehr verwirrend, deshalb werde ich ab jetzt nur noch die Begriffe Glucose und Fruktose verwenden. Außerdem klingt der Ausdruck „Fruchtzucker“ irgendwie so wahnsinnig gesund. Dabei ist es ausgerechnet die Fruktose, die unseren Körper hochgradig schädigen kann.

 

Fruktose ist für unsere Leber nicht das gleiche wie Glucose. Während Glucose von der Leber wohlwollend durchgewunken wird und somit schnell in den Blutkreislauf gelangt, saugt die Leber Fruktose auf wie ein Schwamm.

Ganz gleich, wie groß die Fruktoseflut sein mag und unabhängig davon, wie satt die Leber ist, sagt die Security: „In den Blutkreislauf kommst du nicht rein!“, und wandelt die Fruktose in Fett um, quasi für schlechte Zeiten.

 

Dem Steinzeitmenschen half diese Strategie beim Überwintern:

Bei den Früchtefressorgien im Herbst legte das Gehirn den „Fettschalter“ um, und der Körper wechselte in den Energiesparmodus. Das Fett wurde eingelagert, auf diese Weise half Fruktose die jährlich widerkehrenden Hungersnöte zu überstehen. In einer Welt, in der es sehr schwer ist, Zucker aus dem Weg zu gehen und Hungersnöte kein Thema sind, wendet sich diese Strategie natürlich gegen uns.

 

Während in Lebensmitteln wie Obst und Gemüse die Glucose- und Fruktosemoleküle getrennt vorliegen, liefert sie der Zucker nur im Doppelpack. Das bedeutet, dass bei Süßigkeiten oder Softdrinks nur die eine Hälfte der Energie (die Glukose) in der Kommandozentrale namens Gehirn ankommt. Die andere Hälfte (die Fruktose) wird von der Leber abgefangen und in Fett umgesetzt. Während sich das Gehirn also dem Zuckerrausch hingibt, leidet im Stillen die Leber.

 

Zusätzlich braucht das Gehirn die doppelte Menge an Zucker, um sich genauso satt zu fühlen wie mit reiner Glukose. Deshalb wird man auch von einem Päckchen Gummibärchen nicht wirklich satt.

 

Ein weiterer Grund des fehlenden Sättigungsgefühls ist, dass Fruktose auf verschiedene Hormone einwirkt. Sie drosselt unter anderem den Ausstoß des Sättigungshormons Leptin, hält aber gleichzeitig den Pegel des Botenstoffs Ghrelin künstlich hoch. Ghrelin ist das „Guten-Appetit-Hormon“, das normalerweise während des Essens langsam sinken sollte und somit beim Ausklingen den Essbefehl stoppt. Unter Fruktose bleibt Ghrelin jedoch weiter aktiv.

 

Die (nicht alkoholische) Fettleber

Fabrikzucker richtet in deinem Körper großen Schaden an, und dabei spielt die Leber eine Rolle:

Sie ist nicht dafür gebaut worden, solche Unmengen von Fruktose zu verarbeiten, erst recht nicht, um Fett in solchen Mengen zu horten. Es bildet sich „ektopisches“ Fett, das wir als inneres Bauchfett kennen. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und beutet so viel wie: „Fett am falschen Ort“. Dieses Fett sammelt sich um unsere Organe und befindet sich in den Zellen von Leber, Bauchspeicheldrüse usw.

 

Es ist deshalb so schädlich, weil das viele Fett die Zellen bei ihrer Arbeit stört. Scherzhaft nennen Experten die Fruktose gerne „Ethanol ohne Schwips“, denn Fruktose (bedenke die Unmengen alleine in Softdrinks und Fruchtsäften) hat langfristig den gleichen Effekt einer Fettleber wie Alkoholgenuss.

 

Das Fett in den Zellen stumpft die Leber gegenüber dem Hormon Insulin ab, was zu vermehrter Insulinausschüttung führt, was wiederum zur Entwicklung zahlreicher Krankheiten (von Übergewicht bis Herzinfarkt und Krebs) beiträgt.

 

Ich möchte noch einmal betonen, dass der natürliche Fruchtzucker, etwa in Äpfeln, als harmlos gilt. Außerdem macht die Menge das Gift. Wie oft kommt es schon vor, dass du dich an Obst überisst?!? Anders sieht es jedoch mit Obstsäften aus, vor allem, weil die meisten auch noch zusätzlich gesüßt sind. Aber auch mit frisch gepressten Säften oder Smoothies solltest du aufpassen.

Mein Motto ist: Nimm nie mehr Obst, als du essen würdest, in flüssiger Form zu dir. Ich persönlich kaue mein Obst sowieso lieber.

 

In den 60ern gab es die letzte große Innovation auf dem Gebiet der industriellen Zuckerproduktion: Mit einem japanischen Verfahren konnte ein stark mit Fruktose angereicherter Maissirup in Großserie hergestellt werden. Es soll lästernde Leute geben, die diese Erfindung als Rache für Hiroshima und Nagasaki ansehen. Das neue Produkt heißt abgekürzt HFCS (High Fruktose Corn Sirup) und wird für einen großen Teil der amerikanischen Gesundheitsprobleme verantwortlich gemacht.

 

Seit Herbst 2018 darf HFCS nun auch in Deutschland uneingeschränkt und ohne Deklarationspflicht verwendet werden. Ohne Worte.

 

Zucker macht süchtig

Zucker ist ein potentielles Suchtmittel.

Die Nahrungsmittelindustrie missbraucht ganz gezielt unsere Sucht, um den Verkauf zu fördern, deshalb hat Zucker so eine atemberaubende Karriere hingelegt.

 

Er wirkt auf jene Zonen im Gehirn, über die auch Drogen wirken.

Ein Wissenschaftler-Team an der Universität im französischen Bordeaux stellte fest, dass Zucker und Süßstoff im Gehirn die gleichen Reaktionen hervorrufen wie Kokain und einen vergleichbaren Suchteffekt haben. Der ständige Verzehr von Zucker und Süßstoffen „überwältigen die Mechanismen der Selbstkontrolle und führen so zu Sucht und Abhängigkeit“, heißt es.

 

Aber nicht nur das, Zucker kann auch eine physische Sucht erzeugen, ähnlich einer Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln, Amphetaminen oder anderen suchtgefährdeten Chemikalien (Haushaltszucker ist letztlich auch eine Chemikalie).

Der Verzehr von raffiniertem Zucker löst eine kurzfristige Produktion an Beta-Endorphinen aus, was die Belohnungszentren des Gehirns antriggert. Deshalb dieses kleine, kurze Glücksgefühl beim Naschen. Bei regelmäßigem Zuckerkonsum schränkt der Körper die Produktion von Beta-Endorphinen jedoch ein, und die Euphorie, die sowieso schnell vorübergeht, wird zunehmend schwächer und schwächer.

Der Teufelskreis der Sucht beginnt:

Wir brauchen Zucker ständig als Stimmungsaufheller, mit dem Ergebnis, dass wir gereizt sind oder so ein ödes Grundgefühl verspüren, wenn wir mal nicht genug davon bekommen.

 

Wir nennen Zucker Nervennahrung, dabei ist es wie mit den Zigaretten: Beim Rauchen verspürst du ein erleichtertes Gefühl, weil damit für eine kurze Zeit deine Entzugserscheinungen gelindert sind. Während du rauchst, fühlst du das gleiche befreite und erleichterte Gefühl, das ein Nichtraucher den ganzen Tag genießt.

Kaum ist die Zigarette ausgedrückt und der Nikotinspiegel im Blut wieder am Abfallen, nimmt die Unruhe und das Gefühl der Leere wieder zu. Bis zur nächsten Zigarette… Ähnlich kannst du dir die Zuckersucht vorstellen.

 

Der amerikanische Kinderarzt Prof. Dr. Robert H. Lustig (*1957) ist neben Dr. Bruker einer der wenigen Ärzte, die es wagen, die Zuckerindustrie und –lobby gegen sich aufzubringen. Er findet, dass weder Charakterschwäche noch eine Verhaltens-Verirrung für Übergewicht verantwortlich ist, sondern der Zucker in der Nahrung, der völlig unbemerkt in die Regelungsmechanismen im Körper eingreift. So wird die Essbremse im Körper lahmgelegt, und es kann ungehemmt gefuttert werden.

 

Fabrikzucker verändert die Darmflora

Eine veränderte Darmflora ist eine bekannte Begleiterscheinung zahlreicher Zivilisationskrankheiten.

 

Der Darmflora widme ich mich später in einem eigenen Kapitel, deshalb nur so viel:

Der Verzehr von Zucker stört bereits nach wenigen Tagen das Gleichgewicht der Bakterienstämme massiv.

Diese Störung des Gleichgewichts hat nicht nur Folgen für unseren Dickdarm, sondern wirkt sich auf unseren gesamten Körper negativ aus. Vor allem führt das Ungleichgewicht dazu, dass wir Glukose im Blut nicht mehr so gut verarbeiten können- und das ist der erste Schritt auf dem Weg zur Zuckerkrankheit- Verzeihung: Diabetes.

 

Verträglichkeit mit anderen Nahrungsmitteln

Zucker scheint andere Götter neben sich wohl nicht zu dulden, erst recht nicht, wenn sie gesund für den Körper sind.

Zumindest kann er die Bekömmlichkeit und Verträglichkeit anderer Nahrungsmittel erheblich stören. Gründliche klinische Forschungen von Dr. Bruker haben ergeben, dass eine Unverträglichkeit von Vollkornbrot oder Rohkost in kürzester Zeit verschwindet, wenn die Fabrikzuckerarten aus der Kost komplett gestrichen werden.

Dabei hat sich herausgestellt, dass auch gekochtes Obst und Säfte jeglicher Art genauso imstande sind, Unverträglichkeit von Rohkost und Vollkornbrot hervorzurufen.

 

Ich höre oft von Menschen, „die keine Rohkost vertragen“, dabei lag es nur an der Verträglichkeit. Die Kombi macht’s, aber darauf komme ich später noch einmal zurück.

 

Glucose

Die nächsten Beispiele betreffen alle Zuckerarten, darunter auch komplexere Kohlenhydrate. Nun geht es um die Glukose. Rein molekülmäßig gesehen sind Glucose und Stärke ja das gleiche, da Stärke aus unzähligen Glucosemolekülen besteht. Fortan wird es passieren, dass ich Zucker schreibe und alle Zuckerarten und Kohlenhydrate damit meine.

 

Glucose ist für den Körper lebensnotwendig, denn nur mit Glucose kann unser Gehirn versorgt werden. Glucose versorgt zudem alle anderen Zellen mit Energie. Das Problem ist deshalb nicht die Glucose an sich, sondern diese Unmengen, die wir uns regelmäßig einverleiben.

 

Ich möchte dich jetzt nicht mit Zahlenbeispielen langweilen, denn du kannst dir selbst ausmalen, dass wir viel zu viel Zucker essen, auch wenn wir gar nicht ahnen, wie viel an „verstecktem“ Zucker wir zu uns nehmen.

 

Vitamin-B-Räuber

Zum Abbau von Zucker werden Vitamine des B-Komplexes benötigt. Du erinnerst dich: Genau diese Vitamine stehen in Auszugsmehlen kaum noch zur Verfügung. Fabrikzucker und Auszugsmehle haben die gemeinsame Eigenschaft, dass sie isolierte Kohlenhydrate darstellen und frei von Vitalstoffen sind.

 

Bei dem Fehlen von Vollgetreide ist die Verarmung von Vitamin B1 vorprogrammiert, und nun muss das bisschen, was von diesem Vitamin übrig ist, auch noch mit der großen Zuckerflut klarkommen.

 

Das Vitamin B1 hat nicht nur die Aufgabe, beim Abbau des Zuckers mitzuhelfen, sondern ist auch noch bei anderen wichtigen Stoffwechselvorgängen unentbehrlich. Ist das Vitamin aber aufgebraucht, so stehen unseren Nervenzellen nicht mehr genügend Vitamin B1 zur Verfügung.

 

Die Achterbahnfahrt des Blutzuckerspiegels

Durch die Nahrung gelangt Glukose ins Blut. Der Körper muss sie wieder aus der Blutbahn schaffen; hierfür schüttet die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus, das den Zucker in die Zellen schleust.

 

Insulin gilt als „Masthormon“, denn es blockiert (genau wie Fructose) den Ausstoß von Leptin, dem „Schlankheitshormon“. Dadurch tritt kein Sättigungsgefühl ein, und der Esser isst einfach weiter.

 

Eigentlich wäre der Körper auch ohne Pasta, Brot und Süßigkeiten schon ausreichend mit Glukose versorgt, da alle Kohlenhydrat-Anteile in den Speisen mit der Verdauung zu Einfachzuckern aufgespalten werden. Mit der unfassbaren Flut an Zucker kommt unser Körper deshalb kaum klar.

 

Zucker treibt also den Insulinspiegel in die Höhe. Der Glykämische Index, auch Glyx genannt, gibt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel in die Höhe schießt- und in der Folge auch das Insulin.

 

Die große Insulinschwemme bewirkt, dass die Glukose schnell wieder abtransportiert wird. Was wir als erneuten Hunger missverstehen, ist in Wirklichkeit das Abfallen des Blutzuckerspiegels, der nach solch einem Höhenflug nicht auf ein „normales“ Niveau sinkt, sondern direkt in den Keller rauscht. Der Mechanismus fordert nun: „Raus da unten, mach schon!“, und provoziert einen Fressflash.

 

Wenn der Blutzucker schnell absackt, werden wir müde, schlapp und zittrig. Das nennt man „Zuckerloch“ oder „Zuckerfalle“. Dieser Effekt tritt etwa 1-2 Stunden nach einem zuckerreichen Essen (wie zum Beispiel Nudeln mit Soße oder einem Marmeladenbrötchen) ein. Wenn wir sagen: „Ich bin total unterzuckert!“, dann halten wir das für eine normale Reaktion des Körpers, der wieder Hunger hat. Dabei ist dies nur die Folge dieser Achterbahnfahrt und nicht, weil uns Essen fehlt.

 

Stell dir mal ein wildes Tier vor, das müde und schlapp wird, wenn es Hunger hat. Wie soll es sich denn in diesem Zustand sein Fressen beschaffen? Logischer ist es doch, dass wir müde sind, weil wir uns den Bauch vollgeschlagen haben, da will ja auch der Körper in Ruhe verdauen.

Wenn wir nicht mehr leistungsfähig wären, nur weil wir nichts zu essen haben, wäre unsere Spezies mit Sicherheit schon ausgestorben.

 

Da wir diesem Zuckerloch aber gerne abhelfen, geht die Fahrt von neuem los, so wird das ständige Auf und Ab für viele ein Dauerzustand.

So auch bei mir: Ich liebte Brot und Pasta und tappte ständig in die Zuckerfalle. Seit ich mein Ernährungsverhalten geändert habe, brachte ich meinen Blutzuckerspiegel auf ein konstantes Niveau. Das war ein echter Befreiungsschlag, denn ich kenne das Zuckerloch nicht mehr.

 

Wenn das ehrenwerte Insulin ständig durch den Körper gescheucht wird, kann es aber auch böse werden, es wirkt schließlich wie ein Wachstumshormon- und kann so leider auch Krebs wachsen lassen. In seinem Buch: „Syndrom X“ beruft sich der Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm auf eine italienische Untersuchung: Wer viele Weißmehlprodukte, also Nahrungsmittel mit hohem gykämischem Index gegessen hatte, zeigte im Vergleich zu Menschen, die Pasta und Co. vermeiden, ein deutlich höheres Krebsrisiko.

 

Doch nicht nur Zucker oder Auszugsmehle, sondern viele andere, vor allem industriell hergestellte Nahrungsmittel und Zusatzstoffe treiben den Insulinspiegel an die Decke.

 

Je natürlicher die Nahrung, umso niedriger ist der glykämische Index. Wenn die Frucht direkt aus der Natur kommt, muss der Körper einiges leisten, um den Zucker zu verstoffwechseln, und das dauert. Je mehr die Nahrung verarbeitet ist, umso schneller und höher steigt der Blutzucker, desto mehr Insulin wird daraufhin ausgeschüttet.

 

Ein kleines Zahlenspiel mit der Kartoffel: Pellkartoffeln liegen bei 65 Indexpunkten, selbstgemachtes Kartoffelpüree bei 80. Püree aus Pulver hat 90. Pommes und Kartoffelchips zeigen einen Indexwert von bis zu 95, genau wie die sogenannte „modifizierte Stärke“, die in großen Mengen in Fertigprodukten zu finden ist. Der Glyx-Wert wird übrigens mit den Werten von 1-100 angegeben.

Im Vergleich dazu liegen selbst süße Früchte wie Kirschen oder Erdbeeren nur bei 30.

 

Was ist nun die Folge dieser Achterbahnfahrt, denn wir essen schließlich viel mehr als wir brauchen? Der Zucker muss aus dem Blut. Wenn die Zellen aber keinen Zucker mehr wollen, weil sie von der letzten Zuckerflut noch satt sind, dann hat das Insulin keine Chance, den Zucker in die Zellen zu bringen. Die Folge ist Insulinresistenz: Die Zellen machen ihre Schotten dicht, und der Zucker verbleibt in der Blutbahn. Das ist nicht gut, denn in hohen Spiegeln kann Glukose Gefäße und Zellen schädigen.

 

Zum Glück hat die Natur immer eine Ersatzlösung, denn in diesem Falle wird der Zucker ins Fettdepot geschoben und für schlechte Zeiten eingelagert. Nun wird kein Fett mehr verbrannt, der Körper befindet sich im Sparmodus. Hier hast du ein tolles Beispiel dafür, dass es nicht die übermäßigen Kalorien sind, die dick machen, sondern die Art des Nahrungsmittels.

 

 

Im nächsten Teil möchte ich dich mit meiner Begeisterung für das „Wunderwerk Körper“ anstecken. Es wird spannend. Wenn du die Funktionen und Zusammenhänge verstehst, kannst du in eine faszinierende neue Welt eintauchen: Dein Körper ist dein eigener kleiner Mikrokosmos, in dem du wohnst.

 

Viele Deiner Krankheiten und Symptome wirst du dir dann selbst erklären können. Und wenn es dann das nächste Mal irgendwo zwickt oder muckt, dann wirst du vielleicht erst einmal in deinen Körper hinein spüren und ihn fragen: „Was willst du mir sagen, was kann ich tun?“

 

Fortsetzung folgt...

(siehe unten)

 

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Herzlich, deine Lina

 


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Inhaltsverzeichnis

Da wir in einer verrückten Welt leben,

muss ich den folgenden Text unter meine Artikel heften, um mich abzusichern:

Der Inhalt dieser Blog-Serie und somit dieses Buches wurde mit größter Sorgfalt erstellt und überprüft. Ich kann jedoch für die Vollständigkeit, die Aktualität und die Richtigkeit der Inhalte keine Garantie und Gewähr übernehmen. Der Inhalt dieses Buches und der Blog-Serie repräsentiert meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen und dient nur dem Unterhaltungszweck. Der Inhalt darf nicht mit medizinischer Hilfe verwechselt werden. Es wird keine juristische Verantwortung für Schäden übernommen, die durch kontraproduktive Ausübung oder Fehler des Anwenders entstehen.

 

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