2017-08_Energien verstehen Teil 2- Aufstellung erleben

Energien verstehen (Teil 2)

Energie Prana Qi Chi Ki Aufstellung systemisch Familienaufstellung

Wie ich Aufstellungen erlebt habe

Dieser Artikel ist die Fortsetzung des ersten Teils "Energien verstehen".

 

Aufstellungen sind ein prima Beispiel, um Energien zu sehen und zu spüren, in diesem Beitrag schildere ich meine persönlichen Erfahrungen von einem Aufstellungs-Seminar. Alles, was ich beschreibe, habe ich tatsächlich und selbst erlebt.


 

Dieser Artikel ist ein bisschen länger, bitte plane eine Lesezeit von etwa 20 Minuten ein.

 

Energien wirken einfach so…

Ich möchte meine Erfahrungen mit Aufstellungen nutzen, um die enorme Wirkung von Energien deutlich zu machen. Nur so lassen sich der „Zauberspruch“ und alle Bewusstseins-Strategien, die Access Concsiousness® vermittelt, überhaupt verstehen.

 

Diese Erfahrungen habe ICH selbst gemacht, also nicht der Schwager einer Freundin von der Nachbarin- das heißt, ich kann WIRKLICH davon erzählen. Ein bisschen Seelenstriptease ist da zwar nötig, aber es ist mir einfach sehr wichtig:

 

Ich möchte allen verständlich machen, dass es um Energien geht, die wir für uns nutzen können, um endlich unser Leben in den Griff zu kriegen. Wir müssen nur begreifen, dass sie existieren.

 

So wie Energien nach biophysikalischen Grundlagen oder sogar nach esoterischen Ansichten definiert werden, klingt das für viele schon zu unfassbar und abstrus.

 

Alles, was sich nicht messen und in Formeln pressen lässt, bereitet uns die größten Schwierigkeiten, daran überhaupt zu glauben. Ich selber schließe mich da nicht aus, hatte ich doch immer behauptet: „Ich glaube nur an das, was ich sehe!“

Mein Verstand hätte auch gar nichts anderes zugelassen.

 

Doch wie heißt es so schön im „kleinen Prinzen“: „Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar…“

 

Wir funktionieren zusammen mit unseren Körpern von Natur aus energetisch.

Energien und Ladungen herrschen aber auch um uns und verbinden alle Lebewesen miteinander. Auch wenn das völlig phantastisch klingt.

 

Spätestens, wenn man ein „energetisches Erlebnis“ hatte, fällt es leichter, an Energien zu glauben. Viele haben jedoch ein „energetisches Erlebnis“, ohne zu wissen, dass es das war. Wer macht sich schon Gedanken, wie genau Akkupunktur, Homöopathie oder Osteopathie funktioniert? Hauptsache, es wirkt- und diese Einstellung ist völlig in Ordnung.

 

Beim oder nach dem Yoga fühlen sich alle Teilnehmer phantastisch und schieben das gerne auf die Bewegung und den Sport an sich. Vielleicht auch auf die Entspannungseinheiten, doch den wenigsten ist bewusst, dass mit Yoga vorsätzlich Energiearbeit betrieben wird, indem die Chakren systematisch geöffnet werden, damit Prana (die Energie) ungehindert fließen kann.

Ist auch völlig wurscht, denn das funktioniert auch, ohne dass man es so genau weiß.

 

Das gleiche gilt für Shiatsu- oder traditionelle Thai-Massagen (also NICHT die Touristen-Version), alle fernöstlichen Heilmethoden und Trainings (Chi Gong usw.) und so vieles mehr.

 

Das alles wirkt, ohne dass man das gleich mit Energien in Verbindung bringt.

 

Was bei dem Aufstellungs-Wochenende passierte

 

Bevor ich ein Aufstellungsseminar besucht hatte, war mir die Existenz von Energien auch nicht bewusst, vielmehr hatte ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht.

 

Die Aufstellungen machten mir die Energien wirklich sichtbar, spürbar und fühlbar, das war echt abgefahren.

 

Als ich das erste Mal an einem Aufstellungs-Seminar teilnahm, war das war lange bevor ich mit Yoga, Access Concsiousness® oder ähnlichem in Berührung kam.

 

Dort konnte ich zunächst nicht glauben, was sich da vor meinen Augen abspielte. Ich bin heute noch froh, dass mich damals meine Arbeitskollegin und Freundin Angela* begleitet hatte, sonst wäre ich vielleicht sogar abgehauen und hätte mich tierisch verarscht gefühlt.

 

Angela* kannte aber Aufstellungen bereits, und sie konnte mir die Dinge erklären, die mein rationaler Verstand damals einfach noch nicht fassen wollte.

 

(*Alle Namen, die ich zu einem besseren Verständnis benutze, habe ich frei erfunden, die Personen, die hinter den Namen stehen, gibt es aber tatsächlich.)

 

Ich hatte also absolut keine Ahnung, was mich erwartete. Ich verkniff es mir, Angela im Vorfeld zu löchern, weil ich mir immer gerne meine eigene Meinung bilde.

 

Angela schwärmte lediglich von der Seminarleiterin Anke*, die als „Moderatorin“ die Teilnehmer durch die Prozesse begleitete. Sie meinte, eine gute Aufstellung sei abhängig von der richtigen Moderation.

Ich erinnerte mich, dass mir damals auch die Ärztin, die mir zu einer Aufstellung geraten hatte, einbläute, ich solle mir unbedingt eine gute und erfahrene Moderation suchen.

Daran ist es dann wohl auch gescheitert, dass ich nicht gleich zu einer Aufstellung gegangen bin. Und dann hatte ich das erst einmal wieder vergessen…

 

Der erste Seminar-Tag

Wir waren etwa 20 Leute (2 Männer und der Rest Frauen), und saßen in einem Stuhlkreis.

 

Zunächst machten wir eine Vorstellungsrunde und klärten dabei gleich, wer selbst aufstellen bzw. wer Stellvertreter/in sein wollte. (Ich lasse den Gender-Kram mal weg und beschränke mich bei allgemeinen Personenbeschreibungen auf ein Geschlecht).

 

Anke zählte diejenigen durch, die aufstellen wollten und legte dann die Reihenfolge der Aufstellungen des ersten Tages fest.

 

Ich war die einzige, die sich gar nicht meldete, weil ich mich noch nicht traute. Erst einmal wollte ich zuschauen. Das Seminar ging über 2 volle Tage, so dass ich am nächsten Tag ja noch eine Möglichkeit hatte, selbst aufzustellen oder Stellvertreter zu sein. Aber erst mal abwarten…

 

An die erste Aufstellung des Tages kann ich mich ganz besonders erinnern, auch wenn das schon so viele Jahre zurückliegt. Das war schließlich meine erste Aufstellung, die ich miterlebte.

 

Natürlich weiß ich nicht mehr die Einzelheiten, aber die Entwicklung dieser Aufstellung war so krass, dass ich das nicht vergessen habe. Außerdem kann ich mich noch genau an meine Gefühle dieser Aufstellung erinnern, zu diesem Zeitpunkt war ich noch völlig verwirrt, schockiert und begriff überhaupt nichts.

 

Mein Verstand protestierte heftig, ständig schoss mir der Gedanke in den Kopf: Wo bist du hier nur hineingeraten???

 

Die Aufstellung mit Maria und ihrem Ehemann

Die erste Teilnehmerin Maria* setzte sich zu Anke in die Mitte.

 

Maria riss ihr Problem kurz an. Ihr Thema war in etwa: „Soll ich mich von meinem Mann trennen oder versuchen, meine Ehe zu retten?“

 

Anke stellte ein paar Fragen zu der Ehe, doch irgendwie kam dabei nicht heraus, was für ein Problem Maria überhaupt hatte. Marie war über 20 Jahre verheiratet, sie konnte nichts Schlechtes über ihren Mann sagen, sie beklagte sich lediglich, dass die Nähe fehlte, sie sich auseinandergelebt hätten und sie dem ganzen irgendwie überdrüssig sei. Sie gebe ihrem Mann eigentlich gar nicht so richtig die Schuld, aber sie könne ihren Mann auch nicht mehr verstehen. Aber im Prinzip habe sie auch keine Ahnung, was eigentlich los ist. Maria war genau so ratlos wie wir alle. Wir verstanden ihr Problem nicht- genau wie sie selbst.

 

Anke schlug zunächst vor, Maria solle sich und ihren Mann aufstellen.

 

So räumte Anke die beiden Stühle aus dem Kreis, während Maria suchend in die Runde blickte. Sie wählte eine Dame aus und fragte sie: „Möchtest du meine Stellvertreterin sein?“ Als diese einwilligte, schaute sie sich ein weiteres Mal um und suchte nach einem Stellvertreter für ihren Mann. Bei der niedrigen Männerquote fiel auch da ihre Wahl auf eine Frau, doch das schien keine Rolle zu spielen. Auch diese Dame zeigte sich einverstanden, und so stellte Maria die beiden in die Mitte des Kreises, und zwar so wie sie dachte, das sei stimmig: Sie stellte „sich“ etwas distanziert von „ihrem Mann“ und ging danach aus dem Kreis, um sich wieder zu setzen.

 

In der Zwischenzeit konzentrierten sich die beiden Stellvertreter.

Da passierte etwas, die beiden Stellvertreter wirkten plötzlich ferngesteuert: „Maria“ rückte etwas weiter von „ihrem Mann“ weg, der aber wieder näher kam und verzweifelt versuchte, ihre Hand zu nehmen. Die Stellvertreterin von Maria sagte ständig „ich muss hier weg, ich kann das nicht, ich kann das nicht ertragen!“, und schob „seine“ Hand weg. „Maria“ rückte wieder ab, „der Mann“ versuchte, hinterher zu kommen. Der Mann, also dessen Stellvertreterin, sah sehr traurig aus.

 

Ich starrte nur ungläubig zwischen den beiden hin und her und wollte es nicht glauben. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Das lag wohl daran, dass ich noch nicht unterscheiden konnte zwischen Stellvertreter und Schauspieler.

 

Anke kam mit den beiden so nicht weiter und stoppte dieses Elend. Dann ließ sie Maria nach und nach weitere Personen aus ihrer Familie dazu stellen. Erst ihre Kinder, Eltern, Geschwister, oder so ähnlich- so genau bekomme ich das nicht mehr zusammen, denn das ist auch nicht weiter relevant.

 

Das Ergebnis war enttäuschend, es passierte nicht mehr viel. Anke schob die Leute in der Gegend herum, stellte mal den Bruder zu der Mutter, dann wieder zur Schwester, die Tochter zum Ehemann uns so weiter. Das dauerte eine Weile, denn jedes Mal, wenn sie etwas verändert hatte, ließ Anke das erst einmal einwirken. Doch es tat sich einfach nichts, was einen besseren Einblick erlaubt hätte. Anke blickte sehr unzufrieden ins Leere, jeder im Raum war ratlos.

 

Anke grübelte und sagte: „Ich weiß nicht, da ist etwas, da fehlt etwas, da muss doch noch was sein!“ Maria musste weitere Personen aufstellen, da war dann in der Mitte ganz schön was los. Wenn Anke merkte, dass sie mit der Person gar nichts anfangen konnte, schickte sie den Stellvertreter wieder raus. Der Stellvertreter wedelte dann kurz mit den Händen oder schüttelte sich durch und atmete erst einmal tief durch, nachdem er aus dem Kreis gegangen war. Inzwischen hatte Anke selbst den Ehemann in eine Ecke gestellt, weil sie mit ihm nichts anfangen konnte.

 

Am Ende stand dann sogar Marias Großvater da, obwohl der schon lange tot war. Und das hatte verheerende Folgen: Die Stellvertreterin von Maria begann zu zittern und fiel in sich zusammen. Sie hockte auf dem Boden, umschlang ihre Beine und machte sich ganz klein, als wollte sie in ihr Schneckenhaus kriechen.

 

Ich war schon fast eingeschlafen, doch nun bekam ich den Mund nicht mehr zu und konnte nur ungläubig staunen.

 

Das wurde spannend: Die Stellvertreter mussten sich mitteilen und beschreiben, wie sie sich fühlten und was sie dachten. Anke stellte Fragen, wenn die beiden nicht mehr weiter wussten oder stellte noch ein anderes Familienmitglied dazu.

 

Tatsächlich kam so nach und nach heraus, dass Maria als kleines Mädchen von ihrem Opa missbraucht worden war. Keine zehn Jahre später ist der Großvater dann gestorben.

 

Das hatte Maria tatsächlich so tief verdrängt, dass sie sich dessen gar nicht mehr bewusst war. Maria wurde erwachsen und heiratete. Die Ehe lief gut, es kamen Kinder, die großgezogen wurden. Maria hatte in ihrer Ehe so gut sie konnte funktioniert und dabei gar nicht gemerkt, wie sehr sie sich selbst immer mehr mit ihren schrecklichen Erinnerungen eingeschlossen hatte.

 

Bei dieser Aufstellung stellte sich Maria ihren Erinnerungen. Die „echte Maria“ saß ja am Rand und war Zuschauerin ihrer eigenen Geschichte. Sie sah zu, wie ihre Stellvertreterin Frieden mit sich und ihrem Großvater machte und war sichtlich ergriffen. Die beiden standen sich nun gegenüber, der Rest der Stellvertreter hatte Anke am Rand des Stuhlkreises geparkt.

 

Die Stellvertreterin des Großvaters zeigte sich tief berührt und voller Reue. Der Großvater, immer noch durch den letzten Weltkrieg tief traumatisiert, (Vergewaltigungen in alle Richtungen und Demütigungen jeglicher Art waren dort leider an der Tagesordnung), konnte seine Enkelin um Verzeihung bitten und selbst seine Ruhe finden.

Als so etwas wie eine Versöhnung zwischen den beiden stattfand, war es, als ob ein dicker Knoten platzte.

 

Nun stellte Anke die „echte Maria“ in den Kreis neben ihre Stellvertreterin, ihrem Großvater gegenüber. Nun konnte Maria in ihre Aufstellung hinein spüren und den Frieden für sich übernehmen, den ihre Stellvertreterin bereits fühlte.

 

Marias Eheprobleme waren plötzlich überhaupt kein Thema mehr. Anke stellte zu der echten Maria noch den Ehemann dazu, und die beiden sprachen sich aus. Die echte Maria wirkte sehr glücklich und gelöst, der „Ehemann“ nahezu erleichtert.

 

Ich hatte das Ganze zwar überhaupt nicht kapiert, aber irgendwie war ich mir sicher, dass mit den beiden nun alles gut werden würde.

 

Maria war sichtlich froh, aber auch erschöpft.

 

Anke beendete die Aufstellung. Die vielen Stellvertreter atmeten tief durch und wedelten mit den Händen bzw. schüttelten sich durch.

Für mich sah es so aus, als würden sie wieder aus ihrer „Rolle“ schlüpfen.

 

Danach wurden die Fenster aufgerissen und alle verließen den Raum für eine kurze Pause.

 

Ich war ziemlich verwirrt. Was war denn das? Wer hatte sich denn dieses bescheuerte und übertriebene Drehbuch ausgedacht?

Mein Verstand gab mir das Gefühl, in einem billigen Filmstudio zu sein, und das hätte ich am liebsten gefragt: „Bin ich denn hier bei RTL2 mit versteckter Kamera????“

 

Nach jeder Aufstellung gab es eine Pause und nach etwa der dritten wagte ich endlich mal, Angela die Meinung zu sagen. Ich verstand einfach gar nichts. Ich glaubte das Ganze auch nicht! Da kamen Dinge ans Licht, die vorher niemand geahnt hatte, und anschließend war das Problem wie weggefegt?

 

Es fühlte sich wirklich an wie Geschichten, bei denen kreative Drehbuchschreiber am Werk waren. Ich hatte die Vorstellung im Kopf, das seien alles „Schauspieler“, mit dem Ausdruck „Stellvertreter“ konnte ich immer noch nichts anfangen.

 

Ich fragte also so oder so ähnlich: „Sag mal, kennen die sich alle? Woher wissen die Spieler denn, was sie machen und sagen sollen und wie sie reagieren müssen?“

 

Angela hatte wirklich Geduld mit mir, als sie mir das erklärte: „Das sind doch keine Spieler! Das sind Stellvertreter und die kennen sich alle natürlich nicht! Die Stellvertreter stellen sich einfach in dieses Energiefeld und nehmen so die Energien war. So fühlen und denken sie dann wie die Person, für die der Stellvertreter aufgestellt wurde. Oft haben sie auch das Bedürfnis, etwas zu sagen, und das sind dann meist Dinge, die der „echten“ Person nie eingefallen wären. Wenn sie beschreiben, was sie da gerade fühlen, kann man vieles besser verstehen. In dem Moment, in dem Du Stellvertreter bist, bist du für kurze Zeit wirklich nicht du selbst, sondern der Stellvertreter dieser Person. Das funktioniert wirklich! Das verstehst du erst, wenn du selber mal Stellvertreter warst.“

 

Ich war fasziniert. Ich wollte es wirklich gerne glauben, doch das war nicht so einfach.

 

Nun hatte ich für diesen Tag ja nicht gemeldet, doch am nächsten Tag wollte ich unbedingt mal Stellvertreter sein und auch selbst aufstellen.

 

 

Es gab an diesem Tag noch zwei oder drei andere Aufstellungen, an deren Ablauf ich mich nicht mehr richtig erinnere. Aber jede war eine spannende Sache und es kamen ähnlich unvorhersehbare Dinge ans Tageslicht wie bei der ersten.

 

Tatsächlich wurden viele Probleme an diesem Tag gelöst. Ich war echt neidisch.

 

 

Es gab aber noch eine Aufstellung an diesem Tag, die ich nicht vergessen habe, weil es da so einen dramatischen Verlauf gab:

 

Die Aufstellung von Maren, Ihrer Tochter und deren Hautproblem

Maren* setzte sich sehr selbstbewusst zu Anke und erläuterte, dass sie schon eine ganz klare Vorstellung ihrer Aufstellung habe, sie wolle nämlich gar nicht was für sich, sondern für ihre Tochter aufstellen, nämlich ihre schlechte Haut.

 

Nicht nur Anke staunte nicht schlecht. Wir schauten alle ziemlich verdutzt in die Runde.

 

Maren erklärte es uns: Sie sorgte sich um ihre Tochter, die immer depressiver wurde und sich immer mehr in sich zurück zog. Auch wenn die Tochter versuchte, ihre schlechte Haut vorzuschieben, sei sich Maren ganz sicher, dass ihre Tochter nicht wegen ihrer Hautkrankheit so depressiv sei.

 

Dem Mädel ginge es richtig schlecht, doch die Tochter war überzeugt, dass ihre Hautkrankheit dafür verantwortlich war, dass sie Depressionen hatte. Das sei auch kein Wunder, sie sehe einfach schrecklich aus, mit vielen offenen nässelnden Pusteln und Ausschlag mitten im Gesicht- wem würde das nicht zu schaffen machen?

 

Mama Maren sah das aber genau anders rum: sie vermutete, dass das Kind vorher schon depressiv war, und das habe die Krankheit überhaupt erst ausgelöst. Nun wollte sie den wahren Grund ihrer Depression herausfinden, damit sie ihrer Tochter helfen konnte, erst ihre Depression zu behandeln und dann ihre Haut.

 

Anke war überhaupt nicht begeistert, für jemanden ein Problem aufzustellen, der gar nicht anwesend war. Sie sagte gleich, sie könne sich nicht vorstellen, dass da etwas herauskam. Doch Maren war sehr hartnäckig und so versuchten sie es wenigstens.

 

Also stellte Maren einen Stellvertreter für ihre Tochter Lisa* und einen Stellvertreter für Lisas Hautkrankheit.

 

Die „Hautkrankheit“ machte einen total zufriedenen und selbstbewussten Eindruck, während „Lisa“ eher zornig wirkte. Anke fragte zunächst die Hautkrankheit: „Wie fühlst du dich?“ Die „Hautkrankheit“ sagte strahlend: „Super, ich fühle mich pudelwohl! Ich habe Lust, mich auszubreiten und zu wachsen, hier ist es so angenehm und gemütlich!“

„Lisa“ sah das ganz anders, sie schrie ihre „Hautkrankheit“ an: „Ich kann dich nicht leiden, du kotzt mich an, hau bloß ab!“

 

Auch wenn das total spannend war zu beobachten, kam so niemand weiter. Nach einer Weile schüttelte Anke auch mit dem Kopf und meinte: „So wird das nix. Lasst uns etwas anderes versuchen.“

Sie forderte Maren auf, Stellvertreter für die komplette Familie herauszusuchen.

 

So stellte Maren die Familienmitglieder auf, und zwar so, wie sie meinte, dass das am besten passt. Sie gab Erklärungen dazu: „Das ist meine älteste Tochter Lisa, sie stelle ich mal ganz nah zu ihrem Papa, denn die beiden sind sehr eng miteinander und lieben sich sehr. Das bin ich und das ist meine Jüngste, und auch wir beide haben ein sehr enges und liebevolles Verhältnis...“ Sie stellte die Personen sehr eng und doch pärchenweise zusammen und setzte sich dann hin.

 

Dieser Moment ist immer spannend, wenn die Stellvertreter hineinspüren und dann so agieren und reagieren, je nach den Schwingungen, die sie empfangen.

Niemand hatte wohl mit dem gerechnet, was nun passierte: Als hätten sich die vier abgesprochen, stoben sie alle auseinander wie gleichpolige Magnete und japsten und wedelten mit den Händen, dabei atmeten sie tief. Scheinbar konnten sie nicht so eng beieinander stehen. Dass dies war für alle Beteiligten unerträglich war, konnte sogar ein Blinder erkennen.

 

Maren fiel buchstäblich das Gesicht in Scheiben. Ihr klappte die Kinnlade herunter und bekam das gar nicht auf die Reihe.

 

Ich stelle mir das echt schlimm vor: Da hast du eine Vorstellung von dem Gefühlsleben deiner Familie (inklusive der eigenen) und dann kriegst du so deutlich gezeigt, wie sehr du danebengelegen und dass du dir anscheinend die ganze Zeit was vorgemacht hast.

 

Auch Anke staunte. Sie versuchte, das ganze abzuschwächen, indem sie die Personen herumschob und anders zusammen stellte. Doch das machte es eher noch schlimmer, denn so stellte sich heraus, dass Lisa ihren Vater regelrecht hasste, die kleine Schwester auf die Große eifersüchtig war und ihre Mutter nicht leiden konnte. Die Mutter, also Maren, war auch nicht gerade happy, sondern zeigte sich eher genervt von allen Familienmitgliedern.

 

Maren war sichtlich getroffen. Ich glaube, wir alle in dem Raum hielten die Luft an. Anke schlug eine Pause vor, doch das Kind war bereits in den Brunnen gefallen. Maren konnte die neue Situation nicht akzeptieren- schließlich war gerade ihre heile Welt zusammen gebrochen.

 

Und trotz Marens ablehnender Reaktion waren wir alle sicher, dass sich hier in diesem Kreis die traurige Wahrheit gezeigt hatte. Das spürten wir einfach. Und Maren wohl auch.

 

Das „Hautproblem“ war Nebensache, nun ging es an viel tiefere Schichten.

Marens Verzweiflung war jedoch zu groß, um diese Probleme gleich an diesem Tag noch anzugehen. So schlug Anke vor, die Sitzung an diesem Punkt zunächst abzubrechen, damit Maren drüber schlafen konnte und diese Konfrontation erst einmal verarbeitete.

Anke sagte: „Maren, wir müssen hier Schluss machen, aber das können wir so nicht stehen lassen. Morgen befassen wir uns damit noch einmal in aller Ruhe, bitte setze das nicht aus.“

 

Damit war die Sitzung beendet. Maren war echt fertig mit den Nerven und verabschiedete sich kurz danach.

 

In der Pause war diese Aufstellung noch ein großes Thema, und die Stellvertreter fühlten sich nicht gut. Aber auch wenn die sich leichte Vorwürfe machten, sagten sie: „Ich kann nichts dafür, ich habe das so intensiv gefühlt! Ich musste das sagen!“ oder: „Ich dachte echt, ich müsste ersticken, wenn ich neben der stehen bleibe!!!!“

 

Boah, das war so abgedreht und ich war so wild darauf, auch mal Stellvertreter zu sein!

 

Ich sehnte den nächsten Tag herbei...

 

Was es noch so gab

In einer Aufstellung wurde meine Freundin Angela als Vertreter für einen Mann gewählt, und das war wirklich spannend.

 

Ich kenne kaum einen sanftmütigeren Menschen wie Angela, und ich beneidete sie sehr um ihre Gelassenheit und ihren Großmut- das ist einer der Gründe, warum ich sie so sehr mag. Sie hat ihre Emotionen völlig im Griff, um nicht sogar zu sagen: sie ist tiefenentspannt. Ihr Wesen ist völlig frei von Bewertungen, Angela ist einfach ein sehr angenehmer Mensch.

 

Und diese Angela war nun Stellvertreter für einen Mann, der wohl einen fetten Zorn mit sich herumtrug.

 

Ich weiß nicht mehr, worum es bei dieser Aufstellung ging. Ich war so fasziniert von Angela, bei der ich wusste, dass sie DAS nicht spielen konnte! Angela machte bei dieser Aufstellung gar nicht viel, sie stand meistens am Rand und gab nur bitterböse Kommentare ab. Das alleine passte schon mal gar nicht zu Angela, aber das Schlimmste war Angelas Gesicht, das ich wohl niemals vergessen werde:

 

Ihre Augen waren zusammengekniffen und es schien, als würde sie Giftpfeile damit verschießen. Sie sah so hasserfüllt aus, dass mir echt angst wurde. So hatte ich sie noch nie erlebt.

 

Als sie dann aus der Aufstellung rausging, war sie wieder ganz die alte, doch sie schüttelte sich und sagte: „Puh, das war anstrengend. Das hat mich echt total belastet. Ich glaube, heute mache ich keinen Stellvertreter mehr!“

 

Oh Mann, ich wollte auch! Unbedingt!

 

Auf dem Heimweg erzählte Angela, dass sie es schon erlebt hatte, dass eine Frau mit ihrer Tante ein großes Problem hatte, die inzwischen in den USA lebte und mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte.

 

Ein paar Wochen nach der Aufstellung, in der ein Problem erkannt und gelöst wurde, erhielt diese Frau einen Anruf dieser Tante. Diese beiden hatten sich auch im wirklichen Leben versöhnt- wenn das mal kein Happy End ist!

 

Ich war wild entschlossen: Am nächsten Tag wollte ich unbedingt Stellvertreter sein und auch selbst aufstellen.

 

Der zweite Seminar-Tag

Am nächsten Tag musste ich alleine zum Seminar fahren.

 

Angela entschuldigte sich mit heftigen Kopfschmerzen. Sie sagte, die Aufstellung mit diesem Typen hatte sie dermaßen fertiggemacht, dass sie nun eine heftige Migräne hatte. Das glaubte ich ihr aufs Wort. Ich hatte sie ja live als „Wutmensch“ erlebt und konnte das sehr gut nachvollziehen.

 

Maria war wie verwandelt und überglücklich. Sie erzählte uns strahlend, dass sie noch die ganze Nacht mit ihrem Mann geredet hatte, und Trennung war tatsächlich kein Thema mehr.

 

Maren kam jedoch nicht.

Ich schätze mal, das war einfach alles zu viel und hoffte für sie, dass sie irgendwann die Kraft besaß, sich dem Thema noch einmal stellen, damit es gelöst und aufgelöst werden konnte. Schade, ich hätte gerne gewusst, wie das weiter ging.

 

Wir bedauerten alle ihr Fortbleiben und Anke machte sich Sorgen. „Das ist nicht gut“, sagte sie immer wieder.

 

Endlich mal selbst Stellvertreter!

Diesmal meldete ich mich: Ich wollte aufstellen und Stellvertreter sein. Ich war ja so gespannt!

 

Da ich jedoch am Tag zuvor gesagt hatte, dass ich blutiger Anfänger sei und ich die einzige war, die kein Stellvertreter sein wollte, weil ich mich noch nicht traute, stürzte man sich am nächsten Tag auch nicht gerade auf mich.

 

Ich wurde nicht ausgewählt, und nach der dritten Aufstellung hat mir das ziemlich gestunken. Deshalb fasste ich mir in der nächsten Pause ein Herz und ließ durch die Blume verlauten, WIE GERNE ich doch mal Stellvertreter sein würde...es war mir völlig egal, ob man mich deshalb aus lauter „Mitleid“ auswählte. Ich wollte endlich mal dran!

 

Meine eigene Aufstellung war eine der letzten, und deswegen war ich schon ganz hibbelig. Bei der nächsten durfte ich endlich mal in den Kreis und der Stellvertreter für irgendeinen Onkel sein.

 

Hurra, ENDLICH!

 

Es ist verrückt, du musst als Stellvertreter wirklich gar nichts weiter tun. Du musst dich nicht einmal konzentrieren. Du stehst einfach da, und dann spürst du es. Aber das sind nicht deine Gefühle, das weißt du sicher. Du selbst bist gerade nicht präsent, aber das ist ok. Du kannst das trennen, ohne dass du darüber nachdenken musst.

 

Ich habe keine Ahnung, inwieweit dieser Onkel, den ich vertrat, in das Problem, das aufgestellt wurde, verwickelt war. Es war mir auch echt egal. Um nicht zu sagen, mir war ALLES egal. Ich sah, wie die Frauen miteinander redeten, diskutierten und rumheulten und war total abgenervt von denen. Ich konnte nicht hinhören, das war alles so bescheuert. Scheiß-Weiber mit ihren Scheiß-Problemen- mein Gott, was gingen die mir alle auf den Sack! Dieses Gejammere und Rumgeheule, diese lächerlichen Problemchen, die keiner verstand, dieses ganze Blaablaa, das kotzte mich einfach nur an! Ich wäre so gerne gegangen, aber aus irgendeinem Grund wollten die, dass ich bleibe. Also ob ICH was für dieses peinliche Getue dieser blöden Weiber konnte! Ich hörte einfach nicht hin, ich sagte nix, die konnten mich alle mal!

 

Also: wer mich kennt, der weiß, dass ich IM LEBEN NICHT so bin. Wenn jemand vor mir in Tränen ausbricht, heule ich sofort mit, wenn jemand unendlich traurig ist, dann bin ich es auch.

 

Aber DAS, was ich als Stellvertreter gefühlt (bzw. eben NICHT gefühlt) hatte, war echt, war wirklich so! Wie gesagt, ich habe nicht einmal mitgekriegt, um was es genau ging und ob oder wie das Problem gelöst wurde. Für diese kurze Zeit war ich einfach ein gefühlskaltes Riesen-Arschloch, und das hatte mich echt beeindruckt.

 

Mein Verstand resignierte und gab auf. Und so wurde ich überzeugt, dass da etwas ist, was sich eben nicht mit Logik erklären lässt.

 

Meine Aufstellung

Nun, was wollte ICH eigentlich aufstellen? So genau wusste ich das gar nicht.

 

Eigentlich ging es mir gerade sehr gut, auch wenn das ganz bestimmt nicht immer so war. Aber mein Leben hatte sich inzwischen gefestigt, ich war stolz auf meine (wirklich) glückliche Ehe und beiden tollen Kinder. Ein konkretes Thema für eine Aufstellung hatte ich eigentlich nicht.

 

Das einzige, was mir hin und wieder zu schaffen machte, waren meine „Geister der Vergangenheit“, wie ich sie gerne nannte. Diese Geister schwirrten in meinem Kopf herum, gaben keine Ruhe und machten mir manchmal das Leben schwer.

 

Und genau so sagte ich das zu Anke und wartete voller Vertrauen ihre Entscheidung ab.

 

„Nun“, meinte sie, „dann lass uns doch mal deine Ursprungsfamilie aufstellen.“

 

Das hatte ich geahnt bzw. befürchtet. Davor hatte ich etwas Bammel, doch da musste ich nun durch:

Schließlich machte ich ja meine Eltern für mein ständiges Unglücklichsein in der Vergangenheit verantwortlich.

 

Ich habe mich zu diesem „Seelenstriptease“ entschlossen (ich meine, ich wünsche mir ja, dass mein Blog fleißig gelesen wird, und im Internet kann es schließlich JEDER lesen!), weil ich mir sicher bin, das jeder auf irgendeine Weise sein Päckchen zu tragen hat. Vielleicht finden sich manche in meiner Geschichte teilweise auch wieder? Und da bei mir ja alles zu einem wirklichen glücklichen Ende gekommen ist, kann jeder davon profitieren. Meine Geschichte soll einfach Mut machen und offen für Neues.

 

Tatsächlich komme ich später zu dem Ende, dass ich mit einem einfachen „Zauberspruch“, den du jetzt auf deinem Gelassenheit-to-go-Armband trägst, mein Leben endlich auf die Reihe bekommen habe!

 

Aber damit das wirklich nachvollziehbar ist, muss ich erst einmal diesen steinigen Weg beschreiben, den ich vorher endlos gegangen bin, ohne je erfolgreich meine Probleme in den Griff zu kriegen.

 

Seit über zwanzig Jahren habe ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, und das ist auch gut so. Das denke ich selbst heute noch, denn meine Eltern tun mir einfach nicht gut. Ich hatte bereits eine unglückliche Kindheit und Jugend, den Rest meines Lebens wollte ich mir nicht auch noch versauen lassen. Meine Eltern hatten schon immer null Interesse für mich und schlossen mich aus ihrem Herzen aus, dieses Leid hatte ich nur abstellen können, indem ich mich von ihnen löste.

 

Meine Mutter war schon immer eine unzufriedene, grimmige und teils bösartige Frau, die mich gerne und oft „untergebuttert“ hat. Das hatte zur Folge, dass ich mich immer noch klein fühlen würde, sobald sie vor mir steht, auch wenn mir inzwischen vollkommen klar ist, dass sie mir gar nicht das Wasser reichen kann.

Doch diese jahrelange Prägung hat eben dazu geführt, dass ich völlig ohne Selbstvertrauen bin, sobald sie in meinem Dunstkreis ist. Dann also lieber Abstand halten.

 

Ich werde noch ausführlicher werden müssen, doch das soll zum besseren Verständnis meiner Aufstellung erst einmal genügen.

 

Also stellte ich zunächst diese Frau zusammen mit mir und meinem Vater auf.

Mein Vater hat eigentlich nichts zu melden, und da er sich nie durchgesetzt hatte, spielte er bei der Aufstellung auch wohl eher keine Rolle. Trotzdem war ich neugierig zu sehen, wie diese beiden sich miteinander verhielten.

 

Ich suchte mir also die Stellvertreter und stellte meine Familie so auf, wie ich dachte, dass es so passt. Ich stellte meine Eltern Hand in Hand und mich ganz weit weg in eine Ecke.

 

Von da an war ich nur noch Beobachter. Sofort passierte was: Meine Eltern, die Hand in Hand standen, drängten noch enger zusammen und umarmten sich innig, hielten sich fest. Meine Stellvertreterin rückte noch weiter ab, in die hinterste Ecke und drehte sich japsend von den beiden weg.

Sie klopfte sich hektisch auf die Brust und keuchte: „Oh mein Gott! Hilfe! Ich kriege keine Luft, oh mein Gott! Das halte ich nicht aus! Hilfe! Ich kann kaum atmen!“

 

Sie legte sich eine Hand auf die Schlüsselbeine und jammerte: „Was ist das? Das ist so schwer! Das zieht mich herunter, oh Hilfe, was ist das? Das nimmt mir die Luft!“

 

Ich war schwer beeindruckt. DAS hätte sich niemand ausdenken können, zumal ich mich keiner kannte und ich nichts von mir erzählt hatte.

 

Oh ja, ich wusste genau, was sie meinte!

 

Ich kannte dieses Gefühl nur zu gut, doch noch nie wurde mir dieses Gefühl so treffend beschrieben und vor Augen geführt. Das war ein Schock für mich, denn: Sie hatte ins Schwarze getroffen! Sie beschrieb MEINEN BACKSTEIN! Auf diesen Backstein komme ich später noch einmal zurück, wenn ich diese Erzählung beendet habe.

 

So schlimm hatte ich „meinen Backstein“ gar nicht mehr gesehen, ich lebte ja schon ewig damit… Ich war schockiert, wie richtig und stimmig mir mein eigenes Leben vor die Füße geknallt wurde.

 

Meine Stellvertreterin rang um Luft und es ging ihr sichtlich schlecht. Sie umschlang sich selbst ganz eng, krümmte sich nach vorne zusammen und machte sich ganz klein. Auch dieses Gefühl des „Klein-seins“ war mir schmerzlich vertraut. Meine Eltern beobachteten das ganze Schauspiel mit absoluter Verständislosigkeit: Sie begriffen nicht, was in mir vorging, sie begriffen nicht, warum ich so litt.

 

Genau so war das.

 

Es fiel mir wie Schuppen von den Augen! Ich dachte immer, meine Eltern verletzten mich absichtlich und ich dachte sogar noch, ich hätte das aus irgendeinem Grund, den ich nicht verstand, VERDIENT! Dabei hatten die gar keine Ahnung, was sie mir antaten! Niemals wäre ich von selbst auf so was gekommen.

 

Ich möchte hier erst einmal meine persönliche Geschichte anhalten.

Da ich in einem anderen Artikel noch erklären möchte, wie Energiearbeit HEILEN kann, werde ich noch genug auf unangenehme Sachen eingehen müssen, wenn ich meinen weiteren „Leidensweg“ beschreibe.

 

In diesem Beitrag wollte ich schließlich erst einmal erklären, was bei Aufstellungen passiert, und wie sie helfen können.

 

Als ich diese Stellvertreter meiner Eltern und mir dort stehen sah, war plötzlich alles ganz klar. Das war der Punkt, an dem ich verstand, dass es Energien geben MUSS. Und auch wenn ich es nicht erklären konnte: es wirkte und es funktionierte. Es war einfach Wahnsinn.

 

Meine Stellvertreterin kam übrigens später auf mich zu und fragte voller Betroffenheit: „Wie hältst du dieses schreckliche Gefühl nur den ganzen Tag aus?“

Tja, was sollte ich sagen? Verdrängung ist ein sehr wirkungsvoller aber auch verhängnisvoller Mechanismus…

 

Bei meiner ersten Aufstellung kam ich leider zu keinem Schluss, der mich zufrieden stellte.

 

Im weiteren Verlauf stellte sich nämlich heraus, dass ich trotz der langen Funkstille so etwas wie Rachegedanken meiner Mutter gegenüber hegte und meine tiefe Gekränktheit eben doch nicht so gut überwunden hatte, wie ich mir bis dato eingebildete.

Anke sagte mir knallhart ins Gesicht: „Solange du nicht zur Vergebung bereit bist, wirst du dich selbst quälen. Vergebung ist jetzt deine Hausaufgabe!“

 

Das wollte ich aber nicht hören, da kam sofort mein trotziges Kind zum Vorschein und stellte sich stur. Es brauchte ein gutes Jahr, bis ich mich mit diesem Denkanstoß überhaupt erst einmal ANFREUNDEN konnte.

 

Deshalb ging diese Geschichte erst viel später weiter.

 

Aber davon möchte in meinem nächsten Blogartikel erzählen, denn natürlich muss ich auch da mal wieder viiiieeeeel weiter ausholen…

 

Mein persönliches Fazit:

Sollte dich irgendein Problem über einen längeren Zeitraum nerven und du möchtest es loshaben, dann kann ich dir eine Aufstellung nur empfehlen.

Ich schätze, in fast jeder Familie oder Beziehung steckt irgend was fest, dass sich weder ahnen noch auf „herkömmliche Weise“ lösen lässt.

 

Versöhnung in jeder Form ist so wichtig für den eigenen inneren Frieden!

 

Wer zu einer Aufstellung geht, sollte sich jedoch auch klar darüber sein, dass einem Dinge aufgezeigt werden könnten, die man vielleicht gar nicht sehen möchte. Wie am Beispiel Maren schön zu sehen war, kommt oft nicht das, was man vielleicht erwartet.

 

Ich kann eine Aufstellung nur denjenigen raten, die offen sind für alles und eine Veränderung auch WOLLEN.

Manchmal muss man sich der Wahrheit stellen, auch wenn sie noch so wehtut. Oft ist das der einzige Weg zur Veränderung.

 

 

Herzlich, Deine Lina Labert

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Carmen (Samstag, 28 Oktober 2017 21:03)

    Hallo Lina,
    schöne Erinnerungen, danke für die vielen tollen und ausführlichen Sätze.....mach weiter so :-)

  • #2

    Lina Labert (Sonntag, 26 November 2017 10:47)

    Das freut mich sehr, ich bin noch hochmotiviert, dank dir!

  • #3

    Robert Barbara (Mittwoch, 04 April 2018 04:00)

    Hallo an alle, die diesen Artikel lesen Ich möchte nur Informationen an Sie weitergeben, die diesen Artikel lesen, wenn Sie Schwierigkeiten in Ihrer Beziehung haben, hier ist, was Sie tun werden, dass Frieden zu Ihnen nach Hause bringen wird, weil ich es ausprobiert habe und es für mich funktioniert Deshalb gebe ich die Informationen weiter, für den Fall, dass jemand ein ähnliches Problem hat wie Trennung, Fallout mit ihrem Ehemann, was auch immer es sein mag, einfach Kontakt aufnehmen mit Dr. Uduebho Tempel und es wird das Problem lösen und du wirst wieder glücklich in deiner Beziehung sein. Kontaktieren Sie ihn jetzt über: (uduebhotemple @ gmail. com).