2018-02_Energien verstehen Teil 6: Wovon hängt das Glück ab?

Energien verstehen (Teil 6)

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Wovon hängt Glück eigentlich ab?

Gleichzeitig beinhaltet dieser Artikel das Kapitel 4 meiner Geschichte über Emotionen und Wut; also den Weg, wie ich zu meinen Wolf-Weisheiten und Einhorn-Strategien gekommen bin.


 

In diesem Kapitel geht es noch einmal um Emotionen pur.

 

Meine Geschichte kann dir aufzeigen, dass die äußeren Umstände nicht verantwortlich für dein Gefühlsleben sind. Ich versichere dir, du dir keine Vorwürfe machen brauchst, wenn du dich in manchen Situationen einfach nicht „im Griff hast“.

 

Ich will verdeutlichen, dass Emotionen durch die üblichen „Strategien“ oder „Übungen“ einfach nicht in den Griff zu kriegen sind und dass die psychologische Sichtweise auch nicht wirklich hilfreich ist.

 

Das Problem „Emotionen“ lässt sich jedoch erfolgreich und nachhaltig über das Energiemodell und mit der ersten Wolf-Weisheit lösen!

 

Nun kommt die Fortsetzung (Teil 6) meines großen Mehrteilers „Energien verstehen“.

 

Zur besseren Übersicht liste ich die Vorgänger noch einmal auf:

 

2017-07-Energien verstehen Teil 1-Aufstellungen

2017-08-Energie-Teil 2-Meine Erfahrungen mit Aufstellungen

2017-11-Energie Teil 3-Emotionen Kapitel 1

2017-13-Energie Teil 4-Therapien Kapitel 2

 

Der letzte Blogartikel zum Thema „Energien verstehen“ heißt:

2017-15-Energie Teil 5-Anteilnahme Kapitel 3

 

Meine Geschichte endete damit, dass ich mich dank Therapieunterstützung von einer langjährigen giftigen Beziehung lösen konnte und auszog.

 

Hier findest Du eine Übersicht über alle Blogartikel.

 

Mein Weg zu den Einhorn-Strategien und Wolf-Weisheiten geht nun weiter, doch erst einmal zurück in das Jahr 2001:

 

Kapitel 4: Endlich glücklich?

 

So. Mit Anfang 30 war ich also endlich alleine! Und FREI!

 

Kein Mensch mehr in meinem Leben, der mich klein machte. Niemand, der mir blöde Sprüche an den Kopf warf und das als ein „Späßchen“ abtat. Kein abfälliges, arrogantes Verhalten mehr in meinem Dunstkreis und niemand, der mich für sein eigenes Versagen oder schlechte Laune verantwortlich machte.

 

Das Leben war so schön!

 

Mir ging es gut, und so versuchte ich alles, was ich bisher erlebt hatte, einfach unter „dumm gelaufen“ abzuhaken.

Mieses Umfeld ausgesucht- eben ein bisschen Pech gehabt.

 

Aber ich glaubte selbst nicht, dass ich mir das so einfach machen durfte. Mein Backstein, das Gefühl, an allem schuld zu sein und das schlechte Gewissen blieb nämlich.

 

Kapitel 4.1  Der Wunsch ging in Erfüllung. Und jetzt?

Als dann 2001 mein jetziger Mann und ich uns über den Weg liefen, gab es eine ganz entscheidende Wendung in meinem Leben.

Die letzte Therapie hatte doch so einiges gebracht, denn dieser Mann passte überhaupt nicht mehr in die Reihe der Arschlöcher, die ich sonst immer angezogen hatte wie ein Magnet.

 

Endlich hatte ich einen Partner, der mich respektierte, mich so nahm wie ich war, der keine negative Grundeinstellung besaß, dem viel daran lag, das Leben einfach zu genießen und der alles einfach nicht so schwer nahm.

 

Meine „Pfälzer Lebenslust“ durfte endlich mal raus!

 

Das war Balsam für meine verwundete Seele, und die Tatsache, dass unser weiterer Lebensweg so super klappte, ließ mich entspannen.

 

Mein Selbstvertrauen war jedoch immer noch sehr klein.

Ich zweifelte zwar nicht an ihm und an seiner Liebe, dennoch staunte ich immer wieder darüber und fragte mich, was er denn eigentlich an mir findet.

 

Wir heirateten zwei Jahre später und bekamen zwei wunderbare Töchter. Endlich konnte ich so sein, wie ich immer sein wollte: Ein liebevolles, großzügiges Wesen, dass alle um sich herum glücklich machen wollte.

 

Ich fühlte das Glück und die Zufriedenheit. Alles war perfekt.

(Und wenn sie nicht gestorben sind...)

 

Falls du alle vorherigen Blogartikel von mir kennst, erinnerst du dich vielleicht an die zweite Einhorn-Strategie?

Ich hatte zu einer Zeit, in der ich noch so richtig unglücklich in dieser alten Beziehung feststeckte und ich das noch gar nicht für möglich gehalten hatte, einen Wunsch aufgeschrieben, in dem ich mir ganz genau so einen Mann gewünscht hatte- Wort für Wort, wie ich ihn eben hier beschrieben habe.

 

Mein Mann hatte ihn damals an sich genommen und ich habe den Zettel schon ewig nicht mehr durchgelesen.

 

Er trägt ihn immer noch bei sich, und er hat ihn nun mal endlich rausgerückt und mir erlaubt, ihn zu fotografieren:

 

Heute bin ich ganz sicher, dass Herzenswünsche in Erfüllung gehen können.

 

Falls du also noch keinen Herzenswunsch aufgeschrieben hast, dann lade ich dich dazu ein, dir etwas Schönes auszuformulieren und das Universum wirken zu lassen.

 

Wenn Du den Artikel noch einmal lesen möchtest, findest du ihn hier.

Kapitel 4.2: Wo blieb die Gelassenheit?

Es war nur eine Kleinigkeit, doch das quälte mich weiterhin:

 

Die Gelassenheit fehlte mir immer noch, und manchmal meldeten sich meine Wut und mein Backstein wieder.

 

Was war da los?

An meiner Ehe lag das nicht- bis heute habe ich noch keine einzige Sekunde bereut. Nun hatte ich endlich eine eigene Familie, die ich mit meiner Liebe überschütten konnte.

Ich konnte die Mutter sein, die ich mir als Kind immer gewünscht hatte.

Ich holte mit dem Glück meiner Kinder quasi ein Stück meiner eigenen Kindheit nach und war glücklich wie noch nie.

 

Ich hatte alles, was ich mir gewünscht hatte.

Es könnte nicht besser sein, und ich hatte sogar oft ein schlechtes Gewissen, weil es mir SO gut ging!

 

Und trotzdem:

Auch wenn es selten war, kam meine Wut trotzdem ab und zu heraus und zeigte ihre hässliche Fratze.

Ich verstand das nicht!

Es ging mir wirklich super, und trotzdem überkamen mich Wutausbrüche wegen Nichtigkeiten, und oft lag ich eine ganze Nacht wach, weil ich irgendwas, was mich tags zuvor geärgert hatte, nicht mehr aus meinem Kopf bekam.

 

Das war für mich total schlimm:

Ich hatte einen Partner, der das überhaupt nicht verdient hatte und meine Kinder konnten doch auch nichts dafür!

(OK, Kinder können einem zur Weißglut bringen, und meine Ausbrüche waren ja auch relativ selten, doch wenn, dann waren sie eben zu heftig für meinen Geschmack.)

 

Ich hatte mich einfach nicht in jeder Situation im Griff, und dass machte mir sehr zu schaffen. Auch wenn mir andere Mütter versicherten, dass auch sie sehr oft ausrasten, weil die Kinder eben ständig ihre Grenzen austesten, so war für mich das kein Trost.

 

Wie gerne hätte ich einfach mal gesagt: „Schwamm drüber“, doch wenn ich erst einmal in einer Wutspirale drin hing, kam ich da nicht mehr heraus.

 

Es gibt tausend Gründe, um Wutausbrüche zu rechtfertigen. Ich versuchte das zu analysieren, hatte sogar mal ein Wut-Tagebuch geführt. Die Auslöser waren meist kleinere Machtkämpfe oder wenn ich das Gefühl hatte, nicht für voll genommen zu werden.

Alles keine wirklichen Gründe, so dermaßen in die Luft zu gehen!

Hunger, Müdigkeit, Zyklus (oder Hormonschwankungen in der Schwangerschaft) be(un)günstigten die Situation.

 

Nach jedem Wutausbruch fühlte ich mich wieder extrem schlecht, mein Backstein zog mich nach unten- wie früher.

Schlimmer noch wie früher: Denn all die Gründe, die ich früher für mein Verhalten vorschob, um mich vor mir selbst zu entschuldigen, hatte ich doch gar nicht mehr!

 

Was also war es dann?

 

Ich fühlte mich unfähig, meine Gefühle im Griff zu halten, und deshalb machte ich mich selbst wieder klein. Hallo, Backstein. Es war ein schlimmer Teufelskreis und ich verurteilte mich ständig selbst.

 

Manchmal dachte ich, ich wäre irgendwie besessen.

 

Ich war schon kurz davor, mir Ritalin oder Psychopharmaka verschreiben zu lassen- meiner Familie zuliebe.

 

Kapitel 4.3: Die Qual fand kein Ende

Mir ist es wichtig, das niederzuschreiben, denn diese Erfahrung ist so wertvoll für all diejenigen, die vielleicht in einem Leben stecken, das sie nicht wirklich mögen und genau diesen Zustand für ihre unliebsamen Emotionen und Verhaltensweisen verantwortlich machen.

 

Nein, das ist es eben nicht!

In meinem letzten Blogartikel hatte ich ja auch die Therapien beschrieben, die genau da ansetzen: Oberfläche verändern, dann wird der Rest von alleine gut.

 

Ich weiß auch, dass viele Beziehungen in dieser Spirale feststecken:

Ein Partner sagt: „Wie, du bist unzufrieden mit unserer Beziehung? Dann bring dich erst mal selber auf die Reihe, dann können wir über unsere Beziehung reden!“ und der andere Teil denkt: „Wenn DU DEIN Verhalten mir gegenüber ändern würdest, dann ging es mir besser, und wir hätten gar keine so schlechte Beziehung!“

 

So oder so ähnlich habe ich es schon so oft erlebt, bei mir, bei Freunden und Bekannten. Auf diese Weise kann man sich jahrelang bzw. sein ganzes Leben lang unzufrieden im Kreis drehen.

 

Das liegt an den Glaubenssätzen,

die tief in uns drinstecken:

Da läuft ein Programm ab, das schon so alt ist wie die Menschheit:

„Wenn das und das (nicht) wäre, dann ging es mir besser!“

 

Ich widme den Glaubenssätzen bald einen eigenen Blogbeitrag, sobald ich mit meiner Geschichte geendet habe, weil es so wichtig ist, diese miesen kleinen Programme zu erkennen und zu entlarven, damit sie endlich gelöscht werden können.

 

Unser Verstand gaukelt uns diese Glaubensätze ständig vor, die wir im Unterbewusstsein fest eingespeichert haben.

 

Wenn Du also ständig in Geldnot steckst und dir einredest: „Ach, wenn ich doch nur mehr Geld hätte, dann könnte ich endlich glücklich werden!“, oder du hängst in einer unglücklichen Beziehung fest und sagst: „Wenn ich doch nur einen Mann hätte, der richtig zu mir passt, wäre ich nicht so unglücklich!“, dann kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass die äußere Hülle deines Lebens kaum Einfluss auf dein Gefühlsleben hat.

 

Ich das schreibe ICH, die ihr halbes Leben lang andere für ihr eigenes Leid verantwortlich gemacht hat!

Mir das einzugestehen, ist mir echt nicht leicht gefallen, das kannst du mir ruhig glauben.

 

Natürlich habe ich mit meinem Mann verdammtest Glück gehabt. Und natürlich ging es mir mit ihm auch oberflächlich gesehen deutlich besser.

 

Doch gleichzeitig ging ich innerlich kaputt, weil eben doch die alten Emotionen und Verhaltensmuster noch da waren und ich denen (anders als früher) keine Berechtigung mehr zugestand.

Solange es mir beschissen ging, konnte ich mich wenigstens damit entschuldigen, dass ich es ja so verdammt schwer im Leben hatte.

Doch nun, da ich alles hatte, was ich wollte, DURFTE diese Wut einfach nicht mehr sein!

 

Und trotzdem war sie da.

 

Ich war völlig hilflos, verstand die Welt nicht und verzweifelte immer mehr, ohne das so richtig wahrzunehmen- weil ich ja sooooo glücklich war!

Niemand hätte mich verstanden, ich war mit diesem kleinen Makel völlig alleine.

Ich kann sehr gut verstehen, dass Menschen in eine Depression fallen, das sogar bis zum Selbstmord gehen kann. So ähnlich muss es so einer Person ergehen: innerlich zerrissen, und kein Mensch versteht es.

 

Mein Verstand spielte auch gegen mich, denn er sagte:

„Mensch, du hast doch alles, was du willst- reiß dich gefälligst zusammen!“

 

Und auch wenn mein Mann und ich uns tausendprozentig vertrauen und aufeinander verlassen können, wollte ich ihm meinen Gefühlssalat niemals zumuten.

 

Ich drehte nämlich den Satz um, der mein Therapeut mal zu mir gesagt hatte, als ich noch um meine alte Beziehung kämpfen wollte. Damals ging es um das Thema Co-Abhängigkeit:

 

„Ein Partner kann niemals dein Therapeut sein!“

 

Und warum sollte ich meinen geliebten Partner mit einem Problem belasten, das ich selber nicht verstand, geschweige denn, genau beschreiben konnte? Das ließ mich leider noch hilfloser, unglücklicher und innerlich einsamer werden.

 

Und heute???

Beim Niederschreieben schüttle ich den Kopf, weil mir diese innerliche Qual von diesem Hin- und Hergerissensein noch so lebhaft in Erinnerung ist.

Dabei war die Lösung war so einfach, und ich habe mich jahrelang so doll gequält!

 

Aber ich bedauere das nicht wirklich, weil ich denke, dass auch dieser Prozess seinen Sinn gehabt hat.

 

Erstens bin ich froh, dass ich meine Emotionen nun im Griff habe, seit ich weiß, dass es "nur" Energien sind.

Und Zweitens ist es so ein tolles Gefühl, darüber zu schreiben!

 

Wenn meine Geschichte dazu beiträgt, nur ein paar Leser aus ihrem Unglücklichsein herauszuhelfen, dann hat sich dieser Weg gelohnt!

 

Aber dieser Weg ist ja noch lange nicht zu Ende.

 

Natürlich verdrängte ich „mein Problem“ so gut ich konnte, und das ging jahrelang ja auch halbwegs gut.

 

Meine Wut kam und ging, meine Familie lebte damit- und ich irgendwie auch.

 

Zunächst widmete ich mich einem anderen Thema, das mir schwer auf dem Herzen lag, ohne zu ahnen, dass es eng mit meinem „Hauptproblem“ verwandt war:

 

Kapitel 4.4: Die dritte Therapie

Ich entschied mich 2009 zu einer weiteren Therapie, und das war das erste Mal, dass ich ganz bewusst meine Emotionen zum Thema machte.

 

Vordergründig stand da zunächst eine Sache, die mich ganz tierisch nervte:

 

Ich konnte keinen traurigen oder rührenden Film sehen, ohne dass ich heulen musste wie ein Schlosshund. Wenn sich eine Freundin bei mir ausheulte, war ich danach tagelang unglücklich und fühlte mich krank.

 

Bei freudigen Ereignissen war es leider genauso.

 

Bei glücklichen Szenen, ob sie mich nun direkt betrafen oder nicht, heulte ich wie verrückt und konnte mich gar nicht mehr einkriegen.

 

Es verging keine Schulaufführung meiner Kinder, ohne dass ich ins Taschentuch flennte. Das war so peinlich, auch für meine Kids!

Es reichte schon, dass im Radio eine Zuhörerin sich freute und jubelte, weil sie gerade irgendwas gewonnen hat- ich heulte vor Freude mit!

 

Nie vergesse ich meinen peinlichen Auftritt in der Kirche,

als meine Freundin heiratete und ich ein Gedicht vorlesen sollte.

Ich hatte zuvor wochenlang daheim vor dem Spiegel geübt.

Die ersten fünfzig Mal (und das ist nicht übertrieben)

habe ich fast nur geheult.

Das Gedicht war einfach nur schön!

Wie bescheuert war ich eigentlich?!

 

Dann schaffte ich es irgendwie, es vorzulesen ohne die Heulerei,

brauchte aber noch weitere fünfzig Übungsversuche,

damit ich das endlich sauber vorlesen konnte.

 

In der Kirche jedoch hielt ich nur einen Absatz lang durch.

Meine Stimme brach, ich hatte einen fetten Klos im Hals.

Ich brachte kein vernünftiges Wort mehr heraus,

stand da vorne und weinte wie ein kleines Kind.

Mein Gott, wie peinlich!

Es tat mir so leid für das Brautpaar, dass ich alles versaut hatte

(obwohl das alle ziemlich lustig fanden)

und ärgerte mich mal wieder über mich.

 

Nun stand aber die Taufe meiner Kinder (die beide bereits im Kindergarten waren) an und die kirchliche Trauung von meinem Mann und mir. Und ich wollte mich und meine Familie auf keinen Fall blamieren!

Valium oder sonstwas nehmen wollte ich aber auch nicht- was also tun?

 

Ich fragte die Therapeutin (ich hatte mir für jede Therapie jeweils einen neuen Therapeuten gesucht, weil ich, ehrlich gesagt, von keinem richtig begeistert gewesen war) nach einer wirkungsvollen Strategie.

 

Viel kam bei der Therapie leider nicht heraus.

Die Frau war nämlich total von mir begeistert. Sie erklärte mir, ich solle das als ein Geschenk ansehen, dass ich so super empathisch sei. Es sei so eine schöne Gabe, sich in andere hineinversetzen zu können! Viele Menschen könnten das gar nicht!

 

Na, toll.

 

Es klang ja sehr nett, brachte mich aber überhaupt nicht weiter.

Trotzdem hatte ich das aus diesem Gesichtspunkt noch gar nicht gesehen, und es war mir vorher tatsächlich nicht klar, dass es Leute gibt, die sich eben nicht in ihre Mitmenschen hineinversetzen können.

Gerade, weil ich davon ausging, dass es jedem so ginge wie mir, war ich ja so verletzlich!

 

So lernte ich wenigstens, mich selbst ein bisschen mehr anzunehmen, und mich selbst nicht mehr so sehr für meine Gefühle zu verurteilen.

 

„Abklopfen“

Für die Hochzeit und Taufe bekam ich folgenden Tipp: Abklopfen.

 

Das geht so:

Emotionen steigen langsam hoch, und mit etwas Übung kann man vorher schon die Anzeichen erkennen. Mich zum Beispiel überläuft es heiß und kalt, und dann muss ich schnell reagieren.

 

Emotionen steigen tatsächlich, nämlich vom Bauchraum durch die Brust bis hoch zum Hals.

Wenn sie am Hals sind, hast du verloren.

Doch wenn du es vorher schaffst, dir ganz sanft mit den Fingerkuppen (am besten mit flacher Hand) oben auf die Brust (unterhalb des Schlüsselbeins) zu klopfen, dann kannst du die Emotionen wieder lösen und wieder nach unten bringen.

 

Ein ganz sanftes, aber schnelles Klopfen, nur mit den Fingerkuppen an die Stelle zwischen Brust und Schlüsselbein.

 

Manche machen das sogar instinktiv: Wenn Du dir alte Filme anschaust, so wie "Sissi" oder "Vom Winde verweht", dann sieht man öfter noch die feinen Damen in ihren Korsetts, die sich abklopfen, wenn sie in eine aufregende Situation kamen.

(D.h., wenn sie keinen Fächer oder Riechsalz greifbar hatten.)

Im Theater kann man diese Geste auch noch öfter beobachten.

 

Die Kunst ist lediglich, auf das „Hochkochen“ schnell zu reagieren.

Doch manchmal gibt es ja Situationen, da ahnst du schon, was kommt, und wenn du vorbereitet bist, ist diese Methode sehr wirkungsvoll.

 

Mehr kann ich von dieser Therapie auch nicht erzählen, denn mehr kam da nicht raus.

Ich wollte meine Emotionen in den Griff kriegen, und die Dame lobte mich nur dafür, dass ich welche hätte und versuchte mir, meine Selbstkritik deswegen auszureden.

 

Nach der Traufe (bei der das Klopfen übrigens geholfen hat, keine peinlichen Zwischenfälle, es war ein wirklich großartiger Tag) brach ich das Ganze dann ab...

 

Lassen sich Emotionen einfach abklopfen?

Damals war das Abklopfen eine kleine Hilfe.

Und doch ich hatte das Abklopfen nie so richtig vertieft.

Es gibt zwar eine kurze Erleichterung, doch erstens sieht das ziemlich bescheuert aus und zweitens hatte ich damals das Gefühl, dass es nicht nachhaltig helfen konnte, sondern nur oberflächlich.

Also einfach nur einen Gartenschlauch abgeknickt.

 

Heute denke ich, das war tatsächlich so:

Deine Emotionen kochen hoch und du kopfst sie wieder runter, quasi dahin, wo sie hergekommen sind. Und dann? Wo sind sie dann? Was machen sie dann mit dir? Dass sie dann weg sein sollen, daran glaubte ich von Anfang an nicht.

 

Auch hier ist wieder der Fall, dass ich mich viel zu sehr mit diesen Emotionen beschäftigt hatte. Was ja bedeutet, dass ich glaubte, dass sie MEINE sind. Ich versuchte, MEINE Emotionen herunterzuklopfen und schloss sie damit noch mehr ein!

 

Seit ich weiß, dass ich sie loslassen muss, weil sie mir eben gar nicht gehören, hat das eine völlig neue Qualität bekommen.

 

Ein Selbstversuch war das wert:

 

Wenn ich ein komisches Gefühl hatte,

das ich mir nicht erklären konnte,

klopfte ich mir auf die Brust,

anstatt mich zu fragen:

 

 "Was ist das?"

"Wem gehört das?"

 

Das POD und POC musste ich mir regelrecht verkneifen.

 

Das Ergebnis:

 

Das Gefühl war zwar teilweise weg,

aber irgendwie blieb da was zurück, was nicht guttat.

Außerdem hielt das Gefühl von dem „bisschen Befreitsein“ nicht lange an.

Das machte so keinen Spaß.

 

Also schnappte ich mir danach wieder

meine erste Einhornstrategie und fragte ganz einfach:

 

"Was ist das?"

"Wem gehört das?"

 

ignorierte meinen Verstand und suchte keine Antwort,

sondern erinnerte mich stattdessen an 1. Wolfs-Weisheit:

 

Wut, Zorn, Sorgen, Zweifel, Ängste, Aggressionen usw.

sind nur gefühlte Energien,

von denen über 95% gar nicht deine eigenen sind!

 

Und so konnte ich alles, was noch an Zweifel übrig geblieben war,

ganz schnell mit dem Access-Clearing zerstören:

 

“Right and Wrong, Good and Bad, POC, POD, All 9, Shorts, Boys and Beyonds®”

 

(Hier kannst du nochmal nachlesen, wie und warum es wirkt und funktioniert.)

 

Am Ende des Artikels verlinke ich noch einmal die erste Einhorn-Strategie und die erste Wolf-Weisheit.

 

Es ist tatsächlich ein großer Unterschied!

Also vergiss das Abklopfen, POD und POC ist einfach unschlagbar.

Das ist so ein spannendes Thema, dass ich auch darüber einen eigenen Artikel schreiben werde. Ich finde es inzwischen total faszinierend, wie schnell dich Emotionen übermannen können und du dem (fast) hilflos ausgeliefert bist.

 

Fremde Energien spürt jeder, der eine stärker, der andere schwächer. Und jeder reagiert anders darauf.

 

Natürlich hatte die Therapeutin recht, als sie sagte, Empathie sei eine besondere Gabe.

 

Das erklärt mir heute, warum mich die Emotionen immer in so einer Heftigkeit umgehauen hatten. Jemand anders hätte vielleicht nur einen kleinen Hauch gespürt und hätte so vielleicht die glückliche Zuhörerin im Radio gar nicht richtig gehört. Oder seiner Freundin eine wirkliche Stütze sein können, statt einfach nur mitzuheulen.

 

Ich kann dich nur einladen, dich selber mal zu beobachten,

was zum Beispiel mit dir und deinen Gefühlen geschieht,

wenn du ein freudiges Ereignis miterlebst oder ein sehr trauriges.

 

Frage dich dann:

 

"Was davon gehört eigentlich mir?"

 

Schau, was passiert,

wenn du das einfach mal das Universum alles regeln lässt-

Das ist superspannend, das kann ich dir versprechen!

 

Kapitel 4.5: Weitere Versuche, „sich in den Griff zu bekommen“.

Nach drei Therapien war mir klar, dass es sinnlos war, meine Wut bekämpfen.

 

So bemühte ich mich, den Rat meiner Therapeutin umzusetzen und mich mitsamt meinen Emotionen anzunehmen.

Meine Empathie sei ja so eine wertvolle Gabe, ... jaaa jaaa.

 

Ich warf also meine Psychologie-Bücher in die Ecke und machte mit Büchern über Kommunikationstraining weiter. Ein paar Bücher begleiteten mich auf meinen Weg, die ich gerne vorstellen möchte. Zwei davon haben mir besonders gut gefallen, damit konnte ich einiges für mich umsetzen.

 

In dem Buch geht es um Kommunikations-Techniken, mit denen man sich gut wehren kann. Das brauchte ich dringend, denn auch wenn ich sonst sehr schlagfertig war, blieb mir oft die Spucke weg, wenn jemand mich blöd und unsinnig von der Seite anmachte.

Ich schätze, es ist die Respektlosigkeit (gegen die ich ja mein Leben lang schon kämpfte), die mich erstarren ließ und schwupps- war ich wieder ganz klein.

 

Wenn jemand zum Beispiel scheinheilig auf mich zu kam und fragte: „Wieso machst du das eigentlich so und so?“, ging ich sofort in den Rechtfertigungs-Modus und ärgerte mich hinterher, dass ich mich


überhaupt provozieren ließ. Schließlich stecken hinter solchen Fragen selten richtiges Interesse, sondern eher die Absicht, jemanden vorzuführen. Die tollsten und schlagfertigsten Antworten wären erst Stunden später gekommen- meist nachts im Bett.

 

Diese Techniken in dem Buch sind einfach und hilfreich, doch es reicht leider nicht, sie zu kennen.

Du musst sie üben, damit sie dann auch sofort abrufbar sind, falls es mal „ernst“ wird.

 

Barbara Berckhan hat ein weiteres Buch geschrieben, das mir wie auf den Leib gepinselt war: „So bin ich unverwundbar“

Eines der für mich wichtigsten Kapitel: „Verschaffen Sie sich Respekt“ und „Raus aus der Schlangengrube.“ In einer Schlangengrube wird gezischelt und gebissen, die Menschen gehen mehr giftig als freundlich miteinander um.

 

Auch wenn gemeinsames Hetzen und Lästern auch soziale und kommunikative Vorteile haben soll (Gemeinschaftssinn und so), habe ich mich damit nie wohl gefühlt.

 

Ich zog mich von nun an aus allen „Schlangengruben“ heraus, beruflich wie privat. Diese Strategie holte mir sehr viel Stress aus dem System.


 

Natürlich rutscht mir immer noch gerne die eine oder andere zynische Bemerkung heraus, das verbuche ich unter „schwarzem Humor“, denn Humor ist oft der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt.

(Mit den Jahren habe ich meinen scharfen Verstand ja auch zu schätzen gelernt.)

 

Seit ich mich aus dem „allgemeinen Hetzen“ heraus halte, bin ich zwar nicht mehr so perfekt informiert und „up to date", doch die wichtigsten Dinge bekomme ich trotzdem mit.

Es ist übrigens gar nicht so schwer, sich herauszuhalten, und das geht auch, wenn man mit Empathie gesegnet ist ;-)

Wenn mich jemand in einen Streit hineinziehen möchte, erlaube ich mir einfach, gar keine Meinung darüber zu haben. Und wenn sich das erst einmal herumgesprochen hat, wird man ganz automatisch rausgehalten.

 

Ich habe auch das Gefühl, dass die Leute viel netter zu dir sind, wenn sie wissen, dass du neutral bist, und es tut so gut, nicht mehr bei allem mitreden zu müssen und nicht mehr alles mitzukriegen.

 

Mit der Zeit lernte ich immer mehr Strategien, die auf mich passten und fand immer mehr Gefallen daran, in meinem Leben ordentlich aufzuräumen.

 

Eine weitere nette Strategie:

 

Alles, was nicht gut tut, kann weg.

 

Ich trennte mich von Bekannten und „Freundinnen“, die mir nicht gut taten, auch wenn es teils langjährige Freundschaften waren.

Inzwischen hatte ich begriffen, dass ich es nicht jedem Recht machen kann und dass manche Menschen einfach nicht zueinander passen.

Es gibt ja den Spruch: „Wir leben in unterschiedlichen Welten“, und genau das sollte man akzeptieren.

 

Allerdings tat ich mir mit jeder „Trennung“ und dem Loslassen sehr schwer, und es beschäftigte mich hinterher noch monatelang.

Dazu habe ich inzwischen auch etwas interessantes herausgefunden, das ich gleich im Anschluss in einem separaten Blogartikel behandeln werde, sonst wird dieser Artikel hier wieder zu lang…

 

Kapitel 4.6: Und wie ging es weiter??

Ich machte noch ein zweites Aufstellungsseminar und kam das erste Mal mit Energiearbeit in Form von Matrix-Transformation in Kontakt.

Über diese spannende Sache geht es dann in der Fortsetzung, also im 5. (und letzten) Kapitel meiner Geschichte.

 

Ein Tag mit Yoga ist ein besserer Tag

 

2014 entdeckte ich dann Yoga für mich. Zunächst mit klassischen Motiven: Rückenschmerzen, und eben weil „man was tun sollte“.

 

Das Yoga hat meinem Leben noch einmal einen entscheidenden Push gegeben. Doch das ist ein eigener Block wert, den ich auch irgendwann mal, wenn ich mit diesem Thema fertig bin, starten werde…

 

Nun springe ich zeitlich nach vorne:

 

Als letztes begann ich 2017 im Frühjahr mit Leberreinigungen, fast zeitgleich mit der ersten Access Bars-Ausbildung.

 

In der Leber sitzt auch eine Menge Wut fest, mal von ganz vielen anderen schädlichen Artefakten abgesehen.

Und ganz unabhängig von meinem POD und POC ziehe ich die Leberreinigungen weiter durch, denn auch da hängt so viel Schädliches und Unnötiges fest, was ich so nach und nach mit den Reinigungen loswerde. Die dritte Reinigung habe ich schon erfolgreich abgeschlossen, die nächste starte ich in den nächsten Tagen.

 

Ich habe schon begonnen, ein Tagebuch (mit Anleitung) über meine Leberreinigungen zu schreiben, auch das werde ich irgendwann mal in eine ansehnliche Form bringen, auch das wirst du irgendwann als Blogartikel finden...

 

Übermorgen fahre ich für eine Woche in den Thüringer Wald, um eine Leber- und Gallenblasenreinigung unter Betreuung und mit professioneller Anleitung durchzuführen.

Es gibt viele spannende Vorträge und Workshops, und ich bin sicher, dass ich mit viel interessantem Wissen und vielen Erfahrungen, über die ich dann schreiben kann, heimkomme...

Ich freue mich schon sehr darauf und verbleibe jetzt einfach mal mit ganz vielen Grüßen.

 

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Herzlich, Deine Lina Labert

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Beate Reich (Samstag, 17 Februar 2018 09:58)

    Zum Thema Emotionen:
    Das handelt es sich um Aspekte! Wenn ich sage "ICH bin wütend" dann stimmt das so nicht. Es ist ein wütender Aspekt, der integriert werden will. Angenommen werden will. Kein BEARBEITEN, verändern wollen....denn ein Wutaspekt IST einfach wütend und aus dem mache ich keinen Kuschelbär. Das funktioniert auch nicht. Und wenn man es doch mit irgendeiner "Methode" probiert und es anscheinend funktioniert, dann kommt dieser Aspekt verstärkt wieder zurück. Wir haben uns mal Aspekte erschaffen um viele Facetten des Daseins zu erkunden. Wie fühlt sich Wut an? Wie fühlt sich Neid an? Ohne Wertung.
    Diese Aspekte wollen einfach alle wieder "nachhause" kommen. Das ist alles. Und je mehr da herumgedockert wird umso wilder schlagen sie um sich und kommen wieder.
    "Zufällig" habe ich heute ihre HP entdeckt. Und dies schreibe ich alles spontan aus einem Impuls heraus.
    Übrigens wirken Sie sehr "spritzig". Das ist schön.
    Gruß aus Österreich
    Beate Reich
    beatereich200@hotmail.com