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2018-26_Sucht und Laster-1-Essverhalten

Lust und Laster Teil 1

Meinem Essverhalten auf der Spur

 

Ist mein etwas unkonventionelles Essverhalten bereits eine Essstörung?

 

Gegen gelegentliche Heißhungerattacken, sprich Fressanfälle bzw. „Überfressen“ bin ich scheinbar machtlos.


 

Warum esse ich so gerne das Falsche- und davon auch noch viel zu viel????

 

 

Esssüchte

 

Ich habe bereits in früheren Blogartikeln angedeutet, dass mich das Thema „Esssüchte“ sehr beschäftigt.

Seit ich mein Essverhalten sehr gründlich beobachte und alle Artikel lese, die ich über Süchte aller Art finden kann, bin ich immer stärker davon überzeugt, dass mein Essverhalten fremdgesteuert ist.

Zumindest fühle ich mich damit nicht richtig wohl, denn ich esse eigentlich nicht „freiwillig“ so, wie ich es eben tue. Das soll sich jetzt ändern.

 

Mein Ziel:

Ich möchte mit Genuss essen

und von von alleine aufhören, wenn ich satt bin.

Wenn ich mit dem Essen aufgehört habe,

möchte ich ein zufriedenes gesättigtes Gefühl haben,

ohne dabei vollgestopft zu sein.

 

Im Moment kriege ich das nämlich so nicht hin.

 

Außerdem möchte ich mich gesund ernähren und dabei genießen und glücklich sein - geht das überhaupt?

Was muss ich dafür ändern?

Wie wird mein Alltag dann aussehen?

Was muss ich überhaupt entbehren, wenn ich mich gesund ernähren will?

 

Mit diesen Fragen beschäftige ich mich nun seit über einem halben Jahr, und ich habe dabei großartige und spannende Dinge herausgefunden.

 

 

Sich glücklich und gesund essen- das geht

 

Wenn du schon in meinem Blog gestöbert hast, dann hast du vielleicht meinen Weg ein bisschen verfolgt und weißt, wie ich überhaupt darauf gekommen bin, mich mit meiner Ernährung zu befassen.

Ich bin weder krank noch übergewichtig, was ja meist der Auslöser für ein Umdenken bzw. Umstellen der Essgewohnheiten ist.

 

Meine Motive waren anders:

Ich hatte mein Leben lang mit Wut, Aggressionen und Depressionen zu kämpfen; diesen (teils harten) Weg zu mehr Gelassenheit habe ich unter der Kategorie „Lebensfreude“ in mehreren Blogartikeln beschrieben.

 

Letztendlich bin ich auf Access Consciousness® gestoßen, da ich mich schon länger mit vielen Formen der Energiearbeit befasste. Mit Access Consciousness® und Access Bars® gelang es mir, meine Launen nun zu verstehen und so in den Griff zu bekommen.

 

Hier findest du eine Übersicht dieser Blogartikel mit allen Kapiteln.

 

Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass Emotionen sehr stark von der Ernährung abhängig und somit auch in den Organen gespeichert sind. Nicht ohne Grund gibt es diese Sprüche wie etwa:

„Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?“

„Der spuckt ja Gift und Galle!“

„Sei doch nicht so sauer!“

 

 

Leber- und Gallenblasenreinigung

 

Da ich bereits leichte Probleme mit meiner Gallenblase hatte (was sich durch ein Druckgefühl, aber auch durch Schulterprobleme bemerkbar machte), riet mir meine Physiotherapeutin zu einer Leber- und Gallenblasenreinigung.

 

Davon hatte ich zuvor noch nie was gehört, doch ihre Aussage regte mich sehr zum Nachdenken an:

 

„Wir machen schließlich auch regelmäßig einen Öl- und Filterwechsel am Auto,

und unser Körper hat es doch auch verdient, wenn wir ihn mal ordentlich reinigen.“

 

Als ich mich daraufhin über Leberreinigungen informierte, wurde mir sehr schnell klar, dass ich mein Thema gefunden habe:

 

Leberprobleme, Wut und Zorn hängen nämlich ganz eng zusammen.

 

Von dauerhaft aggressiven Menschen kann man ausgehen, dass sie eine verstopfte Leber haben. Zu diesem Thema komme ich zu gegebener Zeit noch einmal ausführlich zurück.

 

Durch etliche Leber- und Gallenblasenreinigungen, die ich inzwischen durchgeführt habe, bekam ich ein völlig neues Körper- und gleichzeitig mentales Hochgefühl.

 

Wenn dich interessiert, was eine Leberreinigung überhaupt ist und was sie bewirkt, ist das meine Buchempfehlung. Mit einem Klick auf das Bild kommst du zu unserem Partnershop, dort findest du auch viele Rezensionen.

 

Andreas Moritz‘ wirkungsvolle Anleitung ist Vorbild für viele, leicht abgewandelte Reinigungsmethoden. Auch ich bin nicht stur nach Andreas Moritz vorgegangen, doch das erkläre ich später. 

Was aber die Theorie angeht, ist dieses Buch unschlagbar und sehr wertvoll.

 


 

Eigentlich wollte zunächst in meinem Blog beschreiben, wie ich zu Hause meine Leber- und Gallenblasenreinigungen durchführe.

Doch bevor ich anfing, um darüber zu schreiben, wollte ich zunächst sicher sein, dass ich das alles auch wirklich alles richtig mache. Deshalb fuhr ich in den Thüringer Wald zu Florian Sauer und machte dort eine Leberreinigung vor Ort.

 

Gleichzeitig fand ich mich in einem Intensivseminar für Gesundheit und Ernährung wieder- dass ich das quasi „mitgebucht“ hatte, war mir anfangs noch gar nicht so richtig bewusst.

 

Eigentlich hatte ich so gar keine Lust, mir in meine Ernährung hineinreden zu lassen, denn ich dachte eigentlich, dass ich ziemlich viel richtig mache.

Und mein Genuss ist mir sehr heilig, meine Pfälzer Küche würde ich mir nie nehmen lassen!

 

Doch nach diesem Seminar war meine Welt eine andere- mir war so, als habe mir endlich mal jemand die Augen geöffnet.

Plötzlich war alles logisch und klar; jegliche Missverständnisse, Widersprüche und Ammenmärchen in Sachen Ernährung waren wie weggefegt.

 

Nach dieser Woche im Thüringer Wald war ich so geflasht, dass ich das Thema Leber- und Gallenblasenreinigung erst einmal hinten anstellte und in meinen nächsten Blogartikeln beschrieb, was ich in dem Seminar erfahren habe. Doch auch hier bin ich erst ganz am Anfang, doch meine Sammlung wächst stetig.

Hier ist der erste Artikel dieser Serie: „Ausflug ins totale Wohlbefinden“.

 

Das war der Auftakt zu vielen weiteren Seminaren, Vorträgen, Workshops, viel Literatur und Selbstversuchen.

 

Endlich wusste ich, was ich zu tun hatte und wie ich mich bis ins hohe Alter kerngesund und jung halten kann...

 

 

Lauert die Sucht in unserem Essen?

 

Seit ich mich mit gesunder Ernährung so intensiv befasse, bin ich aber auch gleichzeitig auf Schwierigkeiten gestoßen, die ich mir anfangs nicht richtig erklären konnte.

 

Diese Schwierigkeiten befinden sich in meinem Kopf:

Ich weiß zwar nun ganz genau, was mein Körper braucht, und auch, was ihm im überhaupt nicht gut tut (darauf gehe ich später noch näher ein)- doch damit war die Gefahr leider nicht gebannt.

 

Wie kann es denn sein,

dass ich trotzdem immer noch so „scharf“ auf Dinge bin,

von denen ich doch nun weiß,

dass sie mich früher oder später krank machen,

wenn ich sie esse?

 

Schließlich käme ich auch nie freiwillig auf die Idee, Rattengift zu trinken- selbst wenn mir einer erzählen würde, wie lecker das schmeckt…!

 

Wie kann es sein, dass die Gelüste so stark sind, dass sie den gesunden Menschverstand aushebeln und ich mir gegen alle Vernunft Dinge in den Mund stopfe, die mein Körper nicht verwerten kann?

 

 

"ABNEHMEN" und "SCHLANK WERDEN" sind Schmerzthemen

 

Warum ist das Thema „Abnehmen“ überhaupt eines der größten „Schmerzthemen“, mit dem viele Konzerne, Firmen und Kleinbetriebe einen Haufen Geld verdienen?

 

Wie viele Menschen kennst du, die NICHT gerne abnehmen würden? Ganz egal, ob sie es überhaupt versuchen oder nicht- ganz gleich, um wie viele Kilos es geht: Wer ist denn schon mit seinem Körpergewicht zufrieden?

 

Aber warum werden die Menschen denn immer übergewichtiger?

Logisch, ganz banal zusammengefasst, nimmt jeder Mensch zu, der mehr isst, als er verwerten kann. Wir essen zu viel und bewegen uns zu wenig, schon klar.

 

Aber warum essen wir überhaupt mehr, als wir brauchen?

Und warum essen wir so viel und so gerne

von den verdammt ungesunden Sachen?

 

Wenn etwas schmeckt, dann esse ich davon gerne mal mehr, um nicht zu sagen: viel zu viel. Zu Weihnachten, Ostern oder auf anderen Feiern hat sicher jeder von uns schon erlebt, wie schwer es fällt, mit dem Essen aufzuhören.

 

Wir nennen das gerne „Schlemmen“- dieser Ausdruck klingt echt niedlich.

In Wirklichkeit nervt mich dieser Kontrollverlust gewaltig, eigentlich ist das doch fast wie Bulimie ohne Brechen.

 

Es gibt sogar schon einen Ausdruck für diese „Essstörung“:

„Binge Eating“ steht für übermäßigen Konsum. Ob mein Essverhalten nun als „Binge Eating-Störung“ bezeichnet wird oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle.

Es ist nur erschreckend, dass es anscheinend schon so viele Betroffene gibt, dass man eine neue Krankheit bzw. einen Namen für eine Esstörung erfunden hat…!

 

 

Essen ohne Reue

 

Mein ganzes Leben lang (bis jetzt)  hatte ich mir um die richtige Ernährung nie so wirklich Gedanken gemacht.

Ich bin mit Fertiggerichten aufgewachsen und Obst bzw. Gemüse habe ich eigentlich erst mit Mitte Zwanzig regelmäßig gegessen.

 

Ich habe noch nie eine Diät gemacht (ich habe mir die dafür nötige Disziplin nie zugetraut, deshalb habe ich das erst gar nicht versucht), aber zum Glück hatte ich nie wirklich ernstzunehmende Gewichtsprobleme, denn ich schaffte es doch immer irgendwie, mich beim Essen zusammenzureißen.

Die bösen Kalorien habe ich in meinem Hinterkopf, seit ich denken kann, und das hat sich bei mir seit jeher auf mein Essverhalten ausgewirkt.

 

Nun ja, zwar hatte auch ich hin und wieder „fettere Zeiten“, doch auch da lag mein BMI immer noch im oberen Normalbereich- auch wenn das nicht mehr so schön anzusehen war. Alles in allem darf ich mich darüber nicht beschweren, das weiß ich selber- viele Mitmenschen sind da viel „schlimmer“ dran.

 

Wenn ich mich umhöre, ist das eigene Körpergewicht, das Essen im Allgemeinen, die Kalorien und die Fettpölsterchen ein Dauerbrenner, und jeder hat mit seinen Essgewohnheiten irgendwie zu kämpfen- kaum jemand ist wirklich zufrieden mit sich.

 

Trotzdem ist das Essen ein Reiz- und Streitthema, und jeder verteidigt seine Essgewohnheiten bis aufs Blut.

Niemand will wirklich hören, dass wir uns selber krankmachen, indem wir einfach das Falsche essen. Alle haben Angst, etwas „weggenommen“ zu bekommen, wenn eine Lieblingsspeise als ungesund bzw. krankmachend enttarnt wird.

 

Ich hatte mich ja bereits mit meinem Blogartikel: „Willst du WIRKLICH abnehmen?“ über diese Themen ausgetobt, und inzwischen finde ich, dass das eigene Körpergefühl viel wichtiger ist als Kalorienzählen.

 

Es sollte ein gesunder Körper angestrebt werden- kein schlanker.

 

Schlank kommt dann automatisch.

Doch dazu musst du dich erst einmal mit deinem Körper anfreunden- und darin liegt bei den meisten schon die erste Schwierigkeit.

 

 

Essen ohne Zwänge, wie schön wäre das!

 

Trotzdem: wenn ich so über mein Leben nachdenke und was für einen Stellenwert das Essen für mich immer hatte und auch heute noch hat, dann möchte ich das so nicht mehr haben:

 

Eigentlich denke ich immer noch viel zu viel über Essen nach. Dabei gehen die Gedanken meist in die Richtung, dass ich dieses oder jenes nun besser nicht essen sollte, aus dem und dem Grund. Die Gesundheit ist da oft gar nicht der wichtigste, am besten zieht immer noch das Argument „Dickmacher“.

 

Oder ich „erlaube“ mir mal was ausnaaaaahmsweise… dabei ist mein Lieblingsspruch (trotziger Natur): „Genuss ohne Reue!“ Das sagte ich mir eigentlich nur so, denn die Reue danachkommt trotzdem...

 

Aber tatsächlich geht es eigentlich immer darum, dass ich mich beim Essen bremsen muss. Und das nervt.

 

Warum ist das so?

 

Oft ist einfach ein Gedanke von Zwang da, oder das Gefühl, dass ich was entbehren muss. Das ist nicht schön und ich wäre so gerne frei davon. Ich möchte einfach mal essen, ohne drüber nachzudenken! Richtiger „Genuss ohne Reue“, eben!

 

Würde ich so essen, wie ich wirklich wollte, wäre ich rund wie eine Kugel.

 

Tatsächlich habe ich immer so ein kleines Verstandesmännchen, Vernunftmännchen oder Bewusstseinsmännchen auf der Schulter sitzen, das mir ständig sagt:

 

„Komm, lass das. Das tut dir nicht gut. Das hat zu viele Kalorien.

Das ist zu fett, das hat zu viel Zucker, das ist zu viel.

Es reicht jetzt. Hör mit der Fresserei auf,

sonst passt die Hose bald nicht mehr, ...usw. usw.“

 

Ich bin ja froh, dass diese Männchen mir unermüdlich ins Gewissen reden, sonst hätte ich eine Figur, mit der ich sehr unglücklich wäre, und vermutlich wäre ich auch ernsthaft krank.

 

Doch warum brauche ich diese Männchen überhaupt?

 

Warum habe ich keine „natürliche Fressbremse“, wie sie Wildtiere doch offensichtlich auch haben?

 

Hast du schon mal ein übergewichtiges Wildtier gesehen? Selbst wenn das Nahrungsangebot in Hülle und Fülle vorhanden ist, scheinen Wildtiere mit dem Fressen aufzuhören, wenn sie satt sind. Warum schaffe ich das nicht?

 

Tatsächlich kann ich nur aus zwei Gründen aufhören zu essen:

Entweder mein Männchen auf der Schulter macht mir ein schlechtes Gewissen, oder ich ignoriere das Männchen völlig und denke mir: „Sch... drauf…!“

Dann höre ich mit dem Essen aber erst auf, wenn mir der Bauch zwickt und wehtut, eben weil ich schon so viel gegessen habe. Das ist doch kein normales Essverhalten!

 

Danach kann ich mich kaum noch bewegen und bin reif für ein Schläfchen. Ich kann mich dann nicht mehr leiden und ich ärgere mich über mich, und es geht mir gar nicht gut.

 

Das ist doch echt krank!

 

Ich esse einfach weiter, „weil es eben so gut schmeckt“, und ich denke: „ooooch, so ein kleines bisschen noch…“
Das muss endlich aufhören!

 

Ich will das nicht mehr! Ich möchte eine normalgroße Portion essen und danach einfach satt und befriedigt sein!

 

 

Bist du mit deinen Essgewohnheiten zufrieden?

 

Das ist der Grund, warum ich diesen Blogartikel schreibe:

 

Ich weiß, dass viele mein „Problem“ kennen und dass viele meine Gedanken nachvollziehen können.

Ich weiß, ich bin mit meinem Wunsch, das hinter mir zu lassen, nicht allein. Eigentlich kenne ich niemand, dem es nicht ähnlich wie mir geht.

 

Wie ist das bei dir?

 

Wann hörst du auf zu essen, wenn es doch gerade so gut schmeckt?

 

Wie erwähnt, ich habe mir früher nie Gedanken darüber gemacht, dass es doch eigentlich eine Quälerei ist, wenn man eigentlich ständig überwachen muss, was man isst.

 

Es war einfach für mich „normal“: In meinem Teeny-Zimmer hing eine große Kalorientabelle an der Wand und ich glaube, jeder hat schon die Phase durch, in der er über einen gewissen Zeitraum die tägliche Kalorienzufuhr zusammengerechnet hat.

Inzwischen gibt es ja unzählige Apps, und ich kenne nicht wenige, die dieses Programm in ihren Alltag mit aufgenommen haben und dauerhaft nutzen.

 

Ich habe keine Lust mehr auf die ständige Selbstkontrolle,

die Entbehrungen, die Entgleisungen

und das anschließende schlechte Gewissen!

 

Mir reicht‘s!

Ich möchte essen, ohne mir Gedanken zu machen,

ganz befreit, ohne Zwänge, ohne Verzicht, aber mit einem befriedigtem Gefühl!

 

Mit meinem „Trip in ein gesundes Leben“, den ich in älteren Blogartikeln beschreibe (Ich werde sie am Ende dieses Artikels noch einmal verlinken), bin ich ja bereits auf einen guten Weg gekommen.

Ich finde gesunde Vitalkost sehr wichtig, und ich wollte nicht mehr auf sie verzichten.

 

Aaaaaber...

 

 

Essen ist viel mehr als Nahrungsaufnahme

 

Dennoch möchte ich trotz aller Rohkost bzw. veganer Vitalkost mein Leben ganz normal weiterleben.

 

Es gibt Dinge, auf die ich auf gar keinen Fall verzichten wollte.

Ich bin und bleibe ein Pfälzer Mädel. Deshalb gibt’s weiterhin Rieslingschorle und Leberknödel, und wenn ich auf einem Weinfest bin und Lust auf eine Bratwurst habe, dann gibt es eben eine Bratwurst. Und das bitte ohne schlechtes Gewissen- auf keinen Fall will ich dann gleich wieder den Gedanken im Kopf haben: „Ey, jetzt hast du gesündigt… das musst du aber irgendwie wieder ausgleichen!“, sondern einfach eine Bratwurst essen, fertig.

 

Und ich möchte von meinen Freunden eingeladen werden, ohne dass sie ratlos sind, was sie mir zum Essen anbieten könnten. Umgekehrt kommt zu Hause gute Hausmannskost auf den Tisch, wenn wir Gäste haben, die diese eben schätzen.

 

Essen ist so viel mehr:

Es hängen Traditionen, Erinnerungen, Glücksmomente, soziale Aspekte und noch mehr mit dran. Und das alles möchte ich nicht aufgeben!

 

Aber trotzdem möchte ich meinen inneren Kontrolleur endlich loswerden und mich einfach so automatisch, also ohne all diese Zwänge, die ich mir selber auferlege, ernähren. Natürlich ohne dabei dick und krank zu werden…

 

 

Die Lösung

 

Um es vorweg zu nehmen:

 

Ich habe eine Lösung gefunden, mit der ich mehr als zufrieden bin.

Es gibt einen Weg, richtig satt zu werden und ich kann jetzt essen, ohne dass mir „mein Aufpasser auf der Schulter“ ständig reinquatscht. Dazu musste ich einiges ausprobieren und ändern, doch der Weg hat sich gelohnt.

 

Keine Sorge, ich schlucke weder Pillen oder Pülverchen,

noch lasse ich mir irgendwelche Spritzen geben.

Ich gebe auch kein Geld für meine „neue Ernährung“ aus,

außer natürlich für Lebensmittel.

 

Ich will dir auch nichts verkaufen, keine Sorge.

 

Der „Preis“ für meine „Weisheiten“ ist, dass du eben viel lesen musst. Ich kann jetzt schon versprechen, dass dieses Thema wieder auf einen Mehrteiler hinausläuft.

Der Grund, warum ich dir nicht einfach Punkt für Punkt aufschreibe, was ich denn nun genau mache, ist folgender:

 

Alleine der Ausdruck „Ernährungsumstellung“ ist oft mit so vielen negativen Energien behaftet, dass viele schon dichtmachen, bevor ich genau erklären konnte, wie und warum ich was geändert habe.

 

Wir haben leider gelernt, uns von unserem Körper abzuspalten und oberflächlich zu denken und zu handeln. Aber gerade beim Essen ist es so wichtig, hineinzuhorchen und den Körper zu fragen, was er braucht.

Unser Körper zeigt uns ständig, welche Nahrung er für seine Gesundheit und folglich unser Wohlbefinden braucht. Wir bemerken es nur nicht mehr.

Unsere Vorfahren konnten das noch.

 

Wir müssen unbedingt wieder lernen, auf die Signale zu achten. Und nur mit dem richtigen Essen können wir auch wirkliche Sättigung erfahren.

 

„Satt sein“ bedeutete für mich immer „vollgestopft sein“.

Satt war ich also erst, wenn nichts mehr reinging. Hörte ich vorher mit dem Essen aus Vernunftgründen auf, dann immer mit einem leichten Bedauern.

 

Inzwischen habe ich gelernt, dass es eine ganz andere Sättigung gibt,

und das ist ein völlig anderes, ja sogar neues Gefühl,

das ich bisher nicht kannte:

 

Ein Gefühl des Sattseins,

wenn der KÖRPER signalisiert,

dass ER gesättigt ist.

 

Wenn alle Zellen meines Körpers

mit lebenswichtigen Nährstoffen aufgefüllt sind,

dann habe ich endlich das Zufriedenheitsgefühl,

das ich bisher immer beim Essen vermisst hatte!

 

 

KEINE Nahrungsergänzungsmittel!

 

Also noch einmal:

Diese Zellsättigung erreichst du NICHT mit Nahrungsergänzungsmitteln!

 

Spar dir dein Geld: Wenn du dir Vitamine, Mineralien, sogenannte "Powerzwerge" oder sonst was einwirfst, wird es dir zwar sicher nicht schlechter gehen, aber diese zelluläre Sättigung, die ich meine, erreichst du dadurch ganz bestimmt nicht. Auch nicht dieses unbeschreibliche Wohlgefühl, das mit der zellulären Sättigung zusammenhängt.

 

Keine Nahrungsergänzung kann die nachteiligen Wirkungen von "falschem Essen" wieder ausgleichen.

 

Bei Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich nur um isolierte Substanzen. Einzelne Vitamine, Mineralien usw. arbeiten aber nur perfekt, wenn sie mit zahlreichen anderen Nahrungssubstanzen in Wechselwirkung sind- und das alles ist noch gar nicht richtig erforscht. 

Wenn du nun einzellne Substanzen herauspickst und in hochdosierter Form einnimmst, dann fühlt sich dein Körper wie ein großer Chor, bei dem nur die Sopranstimme ein Mikrofon bekommen hat.

 

 

Ein neuer Weg

 

Ich möchte, dass Du meine Gedankengänge nachvollziehen kannst, mit denen ich diesen Weg gefunden habe. Denn nur so kannst du dir deine eigene Meinung bilden und deinen eigenen Weg gehen, der sich mit meinem ja nicht genau decken muss.

 

Aber so erhältst du viele Anregungen, die dir bei deinen Entscheidungen helfen werden.

 

Ich möchte dich weder auf die Folter spannen noch viel um den „heißen Brei“ herum schreiben.

Doch würde ich nur behaupten:

 

„Mach das so oder so, lass dies und das weg, iss dies morgens, das abends…“

 

-dann wäre ich nicht besser als unzählige Ernährungsberater (außer vielleicht mit dem Unterschied, dass ich kein Geld verlangen und dir kein Nahrungsergänzungsmittel empfehlen würde).

Außerdem könntest du vielleicht nichts damit anfangen, weil sich dir den Sinn für dieses Tun nicht erschließen würde.

 

Natürlich habe ich einiges umstellen und auch auf Dinge verzichten müssen, und der Anfang war auch nicht ganz leicht.

 

Es ist wie mit allem:

Sobald du eine alte Gewohnheit durch etwas Neues ersetzt,

wird es holprig am Anfang, doch da musst du eben durch.

 

Aber ich habe so viel mehr durch diese Änderungen gewonnen, dass ich wirklich nichts „altes“ mehr vermisse. Wenn du lernst, auf deinen Körper zu hören, schärfst du deine Instinkte ganz automatisch, dann bekommst du auch Abneigungen gegen gewisse Speisen, die du vorher vielleicht geliebt hast.

 

Das gleiche Phänomen habe ich auch schon im Zusammenhang mit Yoga beschrieben, wenn du magst, kannst du das hier noch einmal nachlesen.

 

Und genau das sollst du mit mir erleben.

Wage du selbst erst dann einen Versuch, wenn du auch wirklich davon überzeugt bist. Wenn du nämlich das Gefühl hast, auf etwas verzichten zu müssen, hast du den Kampf bereits verloren.

 

Deshalb kann ich dich gleich beruhigen: Ich genieße meine Bratwurst, die Leberknödel und den Rieslingschorle nach wie vor…!

 

 

Mögliche Gründe für Fressanfälle

 

Ich kann schon mal verraten, dass ich zwei Hauptpunkte für mein unnatürliches Essverhalten und meine Fressanfälle verantwortlich mache:

 

Erstens esse ich zu wenig von der Nahrung,

die mein Körper wirklich braucht.

Er lechzt quasi nach „richtigem“ Essen.

Ich leide unter Nährstoffmangel mit/trotz (über)vollem Bauch,

deshalb kann mein Körper das Signal „satt“ einfach nicht geben.

 

Zweitens enthalten viele meiner Lieblingsspeisen Suchtstoffe,

denen ich hilflos ausgeliefert bin.

Mit „Geschmack“ bzw. „Genuss“ hat das gar nichts zu tun.

 

Meine nächsten Blogartikel drehen sich deshalb um die folgenden Fragen, mit denen ich mich lange beschäftigt habe:

 

Satt sein statt vollgestopft- das ist mein Ziel. Wie schaffe ich es, rechtzeitig mit dem Essen aufzuhören und trotzdem befriedigt zu sein?

 

Was genau ist das falsche Essen, und welches ist das Richtige? Was braucht mein Körper und was nicht?

 

Esse ich wirklich mit Genuss? Was ist überhaupt Genuss? Geht es wirklich um den guten Geschmack? Wie entwickelt sich ein Geschmack? Ist mein Geschmack vielleicht schon die ganze Zeit manipuliert? Kann ich meinen Geschmack verändern?

 

Stecken Suchtstoffe steckt in unserem Essen? Wie fremdgesteuert ist mein Essverhalten? Wie sehr habe ich mein Essverhalten eigentlich unter Kontrolle? Oder anders: Wie bekomme ich die Kontrolle zurück?

 

Wie gehe ich mit einer Ess-Sucht um? Wie lerne ich diese Sucht zu vermeiden, bzw. mit dieser Sucht umzugehen?

 

Zunächst befasse ich mich mit der Frage, ob hinter meinem Essverhalten einfach ganz ordinäre Süchte stecken.

 

Fortsetzung folgt...

 

 

Herzlich, deine Lina Labert

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